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Bundesregierung fördert Open Source

Das von dem Düsseldorfer Programmierer Werner Koch koordinierte Open-Source-Projekt GNU Privacy Guard (GPG) soll noch in diesem Jahr eine Finanzspritze des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) in Höhe von rund 250.000 Mark erhalten. Im nächsten Jahr sollen weitere Mittel und Maßnahmen folgen. Die Bundesregierung will damit die Potenziale von Open Source für den Sicherheitsbereich erschließen und erhofft sich von der Förderung eine Signalwirkung.

Der zweite große Schwerpunkt ist die Förderung von Open-Source-Projekten, von denen sich das BMWi vor allem im Sicherheitsbereich eine größere Transparenz und Verläßlichkeit von Produkten erhofft. Die Kernfrage sei, so Ulrich Sandl, im BMWi für den "Dialog mit gesellschaftlichen Gruppen und IT-Sicherheit" zuständig, wie sich die Transparenz sicherheitstechnischer Vorgänge verbessern ließe: "Gerade für mittelständische Unternehmen ist es fast unmöglich, den tatsächlichen Sicherheitswert eines Verschlüsselungsprodukts zu beurteilen."

Ein wichtiger Ansatz soll die Förderung von GPG darstellen. "Mit dem Konzept von GPG könnte ein Werkzeug geschaffen werden, das als 'public domain'-Software ohne Einschränkungen für alle Benutzerschichten - Behörden, kommerzielle Nutzer und Privatbenutzer eingeschlossen - frei und unentgeltlich verfügbar ist", sagt Hubertus Soquat, Referent für IT-Sicherheit im BMWi. Die angekündigte Geldspritze soll vor allem dazu dienen, komfortable Benutzerschnittstellen für GPG zu schaffen und Anpassungen für die verschiedenen Betriebssysteme sowie Mailclients zu entwickeln. (Stefan Krempl)

Mehr in Telepolis: Die Zeiten des "wilden Westens" im Streit um die Verschlüsselung sind vorbei. (fr)

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