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Bundesregierung prämiert die besten Wege ins Netz

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Die Mehrheit der Deutschen ist online. Doch immer noch sind einige Bevölkerungsgruppen im Netz unterrepräsentiert, mahnt das Bundeswirtschaftsministerium. Um auch Menschen mit geringem Haushaltseinkommen, niedriger formaler Bildung, ältere Menschen und Menschen in ländlichen Regionen ans Netz zu bringen, veranstaltet das Ministerium nun im siebten Jahr den Wettbewerb "Wege ins Netz".

Es werden Projekte gesucht, die sich an Bürger ohne oder mit geringer Internetkompetenz richten und sie beim selbstbewussten Umgang mit Onlineangeboten unterstützen. Bewerbungen und Vorschläge können bis zum 1. Juli 2010 eingereicht werden. Anders als voriges Jahr werden nicht Preise in Kategorien für verschiedene Zielgruppen vergeben, sondern Projekte ausgezeichnet, die Menschen auf unterschiedlichem Kenntnisniveau bei der Internetnutzung unterstützen. Insgesamt sollen 25.000 Euro Preisgeld vergeben werden, allein 5000 Euro gehen an den Sonderpreis in der Kategorie "Soziale Netzwerke".

Voriges Jahr wurden Preise in drei Kategorien und ein Sonderpreis vergeben. 2009 gewannen in der Kategorie "Frauen" die frauenseiten.bremen der bremen.online GmbH, "Eniac-girls" - Medienkompetenz für drogenabhängige Frauen im Strafvollzug und "Mit Kraft und Perspektive" des LIFE e.V. Der Verein "Hilfe für Kranke Kinder" bekam für "KraKiaN –Kranke Kinder ans Netz", der Verein "Internet-ABC" und Jürgen Färber für die "Codeki Quizwerkstatt" einen Preis in der Rubrik "Kinder". Um Senioren haben sich nach Meinung der Jury besonders bemüht das "MedienNetzwerk SaarLorLux" mit Onlinerland Saar, die "IN VIA Schulsozialarbeit" der Gerhart-Hauptmann-Schule Freiburg mit old@young und Andreas Dautermann und Kristoffer Braun mit dem Angebot starthilfe50.de. Der Sonderpreis für mobile Anwendungen ging an das Institut für Multimediale und Interaktive Systeme der Universität Lübeck für "WebMoles". (anw)