Bundesregierung startet Förderung von Games "Made in Germany"

Games aus Deutschland sollen international wettbewerbsfähig werden. Die angekündigte Förderung durch den Bund soll nun mit einer Pilotphase starten.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 90 Beiträge

(Bild: JJFarq/Shutterstock)

Von

Die Bundesregierung gibt den Startschuss für eine bessere Förderung von Computerspielen "Made in Germany". Insgesamt 50 Millionen Euro stelle das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur dafür zur Verfügung, kündigte der zuständige Minister, Andreas Scheuer (CSU), am Dienstag auf der Gala zur Verleihung des Deutschen Computerspielpreises in Berlin an.

Die Förderungen sollen in zwei Stufen erfolgen. "Wir starten direkt mit einer Pilotphase für kleinere Vorhaben bis 200.000 Euro Förderung", erklärte Scheuer. Die Produktionsförderung mit größeren Beträgen soll erst nach Abschluss der EU-Notifizierung in einigen Monaten losgehen. "Wir freuen uns auf eine rege Resonanz der Computerspielgemeinde."

Die Bundesregierung hatte eine bessere Förderung der Games-Branche bereits in ihren Koalitionsvertrag aufgenommen. Dadurch soll der Spieleentwicklungsstandort Deutschland international wettbewerbsfähig gemacht werden. Außerdem erhofft sich die Bundesregierung zusätzliche Steuereinnahmen. Die Branche in Deutschland setzt sich seit geraumer Zeit für eine stärkere Unterstützung ähnlich wie in anderen Ländern ein.

Der Markt für Computer- und Videospiele legte zuletzt in Deutschland zwar weiter zu, der Anteil an hierzulande auch entwickelten Spielen am Weltmarkt ist jedoch nach wie vor gering. Der Bundesverband der deutschen Games-Branche (game) verweist zudem auf die Innovationskraft der Branche. Technologien wie Virtual Reality etwa kommen aus der Spieleentwicklung, werden aber in vielen Bereichen genutzt, wie etwa für Schulungszwecke. (olb)