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Bundesregierung wirbt für Gründungskultur in Deutschland

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) warb währende der Eröffnungsfeier der Messe am Montag dafür, vielversprechende Ideen besser zu fördern. "Wir müssen aufpassen, dass wir eine wirkliche Gründungskultur entwickeln. Das sage ich nicht nur für Deutschland, sondern das sage ich für die gesamte Europäische Union", betonte Merkel. Das könne auch helfen, die Konjunktur in Schwung zu bringen. "Wir haben noch nicht ganz die Antwort, wo das Wachstum denn genau herkommen soll. Die IT-Branche ist mit Sicherheit eine Möglichkeit", so die Kanzlerin weiter. Sie sprach sich für vergleichbare Gründungsbedingungen für Start-Ups innerhalb der Europäischen Union aus. Es gehe darum, ein Klima zu fördern, in dem die Ansiedlung von Firmen nicht von Bürokratie behindert werde.

Kanzlerin Merkel sprach sich auf der CeBIT für eine Gründungskultur in Deutschland aus.

(Bild: Deutsche Messe)

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hat deutsche Investoren zu mehr Mut bei der Finanzierung junger Unternehmen aufgerufen. "Denn leider ist es in Deutschland noch nicht ganz so, dass Sie auch sofort das notwendige Gründungskapital bekommen, wenn Sie eine gute Idee haben", sagte Rösler am Dienstag beim Besuch der Computermesse. Unternehmensgründer finanzierten ihre Ideen oft aus eigener Tasche oder mit Hilfe von Verwandten. "Wir brauchen eine größere, eine stärker ausgeprägte Kultur auch von der Bereitstellung von Risikokapital in Deutschland", forderte er. Zahlen des Branchenverbands Bitkom zeigen, dass Investitionen von Risikokapital im vergangenen Jahr leicht zurückgingen.

Junge Unternehmen aus der IT- und Internetbranche haben 2012 Venture Capital in Höhe von 240,8 Millionen Euro erhalten. Insgesamt wurden 252 Start-ups auf diese Weise finanziert. Verglichen mit dem Vorjahr ist das ein Rückgang um fast 15 Millionen Euro (minus 5,8 Prozent). Das teilten Bitkom und der Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) anlässlich des Young IT-Day auf der CeBIT mit. Einer Studie des Bitkom zufolge machen Bankkredite, Beteiligungskapital und öffentliche Zuschüsse innerhalb der ersten vier Jahre nach Gründung gerade einmal je 2 Prozent der Finanzierung von Start-ups aus.

„Leider bleiben die Rahmenbedingungen in Deutschland hinter den internationalen Standards zurück, was die Entwicklung des hiesigen Venture Capital-Marktes behindert und sein Potenzial, junge wachstumsstarke Hightech-Unternehmen zu finanzieren“, meinte Matthias Kues, Vorstandsvorsitzender des BVK. (gil)