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Bundesstaat New York beschließt Milliarden-Subventionen für Kernkraftwerke

Die Drohung mit einer Schließung zeigt offenbar Wirkung: Drei der vier Kernkraftwerke im US-Bundesstaat New York sollen in den nächsten Jahren Subventionen in Milliardenhöhe bekommen.

Bundesstaat New York beschließt Milliarden-Subventionen für Kernkraftwerke

Die Public Service Commission als Versorger-Aufsichtsbehörde für den US-Bundesstaat New York hat einen neuen Clean Energy Standard in Kraft gesetzt, der unter anderem hohe Subventionen für Atomstrom vorsieht. Demnach sollen die Stromkunden drei der vier Kernkraftwerke im Bundesstaat bis 2029 mit durchschnittlich rund einer halben Milliarde US-Dollar pro Jahr und insgesamt bis zu 7,6 Milliarden US-Dollar subventionieren. Das berichtet Technology Review online in "New York rettet Kernkraft".

Die Betreiber hatten öffentlich angekündigt, ihre Kernkraftwerke stillzulegen, wenn die Aufsichtsbehörden keine öffentliche Finanzierung bereitstellen. Entergy, Eigentümer des Kraftwerks James A. FitzPatrick am Ufer des Lake Ontario, wollte diesen Schritt schon Anfang 2017 vollziehen. Exelon, Besitzer der Kraftwerke R.E. Ginna und Nine Mile Point, teilte mit, die Anlagen ohne staatliche Unterstützung in den nächsten Jahren zu schließen.

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Hintergrund ist die zunehmende Konkurrenz durch Gaskraftwerke, deren Strom durch die gesunkenen Kosten für Erdgas billiger wird. Allerdings bedeuten mehr Gas- und weniger Atomkraftwerke steigende Kohlendioxidemissionen. Kernkraftgegner wie die Union of Concerned Scientists und der Sierra Club behaupten jedoch, dass sich sowohl fossile als auch Atomkraftwerke vollständig durch erneuerbare Quellen ersetzen lassen, hauptsächlich durch Windkraft und Photovoltaik.

Mehr dazu bei Technology Review online:

(sma)
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