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Bundestag will "digitale Bildung" und freie Lernmittel fördern

Mit der Koalitionsmehrheit hat das Parlament einen Antrag verabschiedet, mit dem es Schulen ans Breitbandnetz bringen, eine "sichere digitale Lernumgebung" schaffen und offene Lehrmaterialien unterstützen will.

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(Bild: dpa / Jennifer Heck)

Der Bundestag hat am Donnerstag einen Antrag der großen Koalition beschlossen, mit dem er die digitale Bildung stärken und so Medienkompetenz fördern sowie die Kluft zwischen On- und Nonliner überwinden will. Die technische Infrastruktur von Schulen soll von Bund und Ländern ans Breitbandzeitalter angepasst werden. Es gehe darum, Bildungseinrichtungen mit schnellen Internetleitungen und Servern auszurüsten, die standardisiert professionell zu pflegen seien. Nur so könne eine "sichere digitale Lernumgebung" entstehen. Die Grünen stimmten gegen den Antrag, die Linken enthielten sich.

Die Parlamentsmehrheit plädiert für einen "Pakt für digitale Bildung", der Aktivitäten von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft bündeln und dabei das umstrittene Modell "Bring Your Own Device" (BYOD) mittragen soll. Lernende, "die sich aus finanziellen Gründen kein digitales Endgerät anschaffen können", sollen unterstützt werden.

Ein Mentor-Netzwerk in Kooperation mit der digitalen Wirtschaft soll helfen, mehr IT-Fachkräfte zu gewinnen und dabei speziell Mädchen und junge Frauen für solche Berufe zu begeistern. Einen Schwerpunkt sehen die Volksvertreter bei digitalen Bildungsangeboten wie offenen Lehr- und Lernmitteln (Open Educational Resources) sowie freien Lizenzen und Formaten, für die Haushaltsmittel von mindestens zwei Millionen Euro eingeplant sind. (anw)