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Bundeswehr-Standorte sollen bei Pokémon Go gelöscht werden

Die Bundesregierung befürchtet, dass Spieler sich auf der Jagd nach virtuellen Monstern auf militärischem Gelände in Gefahr bringen könnten, und will den Spielbetreiber Niantic zur Kooperation bewegen.

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(Bild: dpa)

Aufgrund von Sicherheitsbedenken will die Bundesregierung im Augmented-Reality-Mobilspiel Pokémon Go diejenigen Anlaufpunkte löschen lassen, die Standorten der Bundeswehr einschließlich Übungsplätzen und Schießanlagen entsprechen. "Derzeit laufen Gespräche mit dem Spielbetreiber", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der Neuen Osnabrücker Zeitung.

Die Regierung fürchtet, dass Monsterjäger, die ihren Smartphones folgen, sich auf militärischem Gelände in Gefahr bringen. Mitte Juli berichtete die Hannoversche Allgemeine Zeitung, drei Pokémon-Go-Spieler seien unter Missachtung aller Sperren durch den NATO-Schießplatz Bergen-Hohne geirrt, während dort mit scharfer Munition geschossen wurde. Ende Juli warnte das Verteidigungsministerium in einem internen Dokument die Truppe: Das Spiel, so hieß es, berühre die Sicherheitsinteressen der Bundeswehr unmittelbar. Damals teilte das Ministerium auch bereits mit, man habe Kontakt zu Niantic aufgenommen. (db)