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Bundeswehr soll IT-Projekt "Herkules" allein übernehmen

Das Großprojekt Herkules soll die Telefon- und Computertechnik der Bundeswehr modernisieren. Laut Zeitungsbericht will die Verteidigungsministerin auf öffentliche-private Partnerschaft verzichten.

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Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will nach einem Zeitungsbericht die Zusammenarbeit mit Siemens und IBM beim IT-Großprojekt Herkules beenden. Das gehe aus einem Ministeriumsbericht an den Haushaltsausschuss des Bundestages hervor, berichtet das Handelsblatt. Das Ministerium beabsichtigt demnach, die bislang mit den Konzernen gemeinsam betriebenen "Gesellschaften nach Ende des Hauptvertrages Herkules in alleinigem Eigentum des Bundes weiterzuführen". Der Vertrag endet 2016. Herkules soll die zivile Telefon- und Computertechnik der Bundeswehr modernisieren.

Nach Vertragsende sei geplant, die Geschäftsanteile "von den privaten Partnern zu erwerben", da eine interne Lösung das "wirtschaftlichste Modell" sei, zitierte die Zeitung aus dem Bericht. Sollten sich die Umstände ändern und eine öffentlich-private Zusammenarbeit doch noch als wirtschaftlicher erweisen, könne es dazu später immer noch kommen. Das Handelsblatt bezifferte den der Industrie damit entgehenden Folgeauftrag auf rund sechs Milliarden Euro. Der Bund ist an der Projektgesellschaft mit 49,9 Prozent beteiligt, das Firmenkonsortium mit 50,1 Prozent.

Das Ende 2006 auf den Weg gebrachte Projekt Herkules steht bereits seit längeren in der Kritik. So hatten schon 2010 unter Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg Verzögerungen, unzufriedene Nutzer und Kostensteigerungen um rund 640 Millionen Euro für Diskussionsstoff gesorgt. (Mit Material der dpa) / (axk)

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