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Bundeswehr will Ausstattungsprobleme mit Big Data in den Griff bekommen

Big-Data-Software soll der Bundeswehr helfen, ihre Materialprobleme unter Kontrolle zu kriegen. Und außerdem internationale Krisen vorhersagen.

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Bundeswehr trainiert für hybride Kriegsführung

(Bild: Gorodenkoff/Shutterstock.com)

Das Bundesverteidigungsministerium will mit Big-Data-Software endlich die Ausstattungsprobleme der Bundeswehr in den Griff bekommen. Außerdem soll die neue Technik dabei helfen, Schauplätze von Krisen frühzeitig zu erkennen. Im Rahmen der Digitaloffensive realisiere die Bundeswehr derzeit Pilotprojekte mit IBMs künstlicher Intelligenz Watson sowie mit SAP Analytics, berichtet der Tagesspiegel in seiner Sonntagsausgabe.

Materialwartung und Krisen-Früherkennung

Die SAP-Software soll die Bundeswehr mit vorausschauender Wartung (Predictive Maintenance) bei den Materialproblemen unterstützen. IBMs KI-Software Watson hingegen dient der Krisen-Früherkennung und soll in großen Datenbeständen nach Hinweisen suchen, wo sich in den nächsten sechs bis 18 Monaten voraussichtlich eine internationale Krise (vergleichbar dem Ukraine-Konflikt oder dem 'arabischen Frühling') entwickeln wird.

Ein Ministeriumssprecher sagte dem Tagesspiegel: "Wir haben unglaublich viel Wissen, das wir bisher nicht handhaben konnten." In die engere Auswahl soll auch die Big-Data-Software "Gotham" des umstrittenen US-Unternehmens Palantir gekommen sein, sie kam jedoch nicht zum Zug – anders als etwa bei der hessischen Polizei, die Software des Unternehmens einsetzen will. Die Bundeswehr rüstet sich nicht nur mit modernster Waffentechnik wie Drohnen aus, sondern bereitet auch Einsätze auf dem "digitalen Gefechtsfeld" der Cyber-Kriegsführung vor. (tiw)

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