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Bundeswehr will für Cyber-Kriegführung zivile Experten anwerben

Für die Cyber-Kriegführung will die Bundeswehr künftig auch auf Experten aus der freien Wirtschaft zurückgreifen.

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Hacker-Angriffe

(Bild: dpa, Frank Rumpenhorst/Archiv)

Die Bundeswehr werde "gezielt eine hoch qualifizierte und schlagkräftige 'Cyber-Reserve'" aufbauen, heißt es im Entwurf eines Konzepts für eine solche Einheit. Dabei wolle man "auch auf ungediente Freiwillige und Seiteneinsteiger" zurückgreifen, steht in dem internen Dokument aus dem Verteidigungsministerium, das der Süddeutschen Zeitung vorliegt.

In dem Konzept werden vier Zielgruppen definiert, um die man sich besonders bemühen wolle. Zum einen gehe es um "Exzellenzen" sowie «"op-Führungskräfte", die für einzelne Projekte oder "spezifische Beratungsleistungen" gewonnen werden sollen. Zum anderen sollen ausscheidende Soldaten mit IT-Kenntnissen an die Truppe gebunden werden.

Vor allem aber will man sich um Seiteneinsteiger bemühen. Besonders deutlich wird der neue Ansatz an einer vierten Zielgruppe: "Freiwillige, die sich außerhalb der Reserve engagieren wollen". Hierzu zählten "auch Freiwillige mit herausragenden (Programmier-)Fähigkeiten, Studierende, Angehörige von Nicht-Regierungsorganisationen, Vereinen oder Verbänden, sonstige Talente oder Freiberufler". Als Beispiel werden sogenannte Ethical Hacker genannt, die in gemeinsamen Übungen Angriffe simulieren könnten, um Lücken aufzudecken.

Das Verteidigungsministerium wollte den Entwurf auf Anfrage nicht kommentieren. Ein Sprecher verwies darauf, dass er noch in der "finalen Abstimmung" sei. (dpa) / (js)

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