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CAST-Forum verleiht Förderpreis für Sicherheitsprojekte

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Beim diesjährigen CAST-Förderpreis, der heute in Darmstadt verliehen wurde, haben in der Kategorie Auszubildende zwei Teilnehmer den ersten Preis bekommen. Eleftherios Kalergis wurde für seine Arbeit über den Aufbau eines Honeynet-Systems bei der MAN AG belohnt. Er errichtete einen virtuellen "Honigtopf", ein Netzwerk, auf das Eindringlinge hereinfallen sollen, anstatt das echte Unternehmensnetz anzugreifen. Ebenfalls mit einem ersten Platz ausgezeichnet wurde Daniel Kuhlmann, der sich beim Fraunhofer-SIT mit dem Aufbau eines High-Security-Labors zum Test von Windows-2003-Umgebungen beschäftigt. In der von ihm entworfenen Testumgebung lässt sich die Sicherheit bei der Konfiguration von Windows-Netzwerken testen.

In der Kategorie Studierende konnte sich Ulrich Wölfel von der Universität Lübeck durchsetzen. Seine Arbeit befasst sich mit der Eignung von digitalen Bildern für die Steganographie-Erkennung. Um Algorithmen zu entwerfen, die in Bildern versteckte Informationen, zum Beispiel digitale Wasserzeichen, aufspüren können, braucht man Testbilder mit ganz bestimmten Eigenschaften. Wölfels Arbeit, die in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) entstanden ist, ermögliche die Bewertung solcher Testbilder.

Platz zwei belegte Ralf Weinmann von der Technischen Universität Darmstadt mit einer Arbeit zu algebraischen Angriffen auf den AES-Algorithmus. Die Arbeit beschreibt, wie sicher der Verschlüsselungsalgorithmus AES gegen eine mathematische Attacke ist. Der dritte Platz ging an Camillie Vuillaume. Sein Thema waren Seitenkanalangriffe auf Kryptoverfahren, die auf Elliptische Kurven (ECC) basieren.

Der Preis wurde zum vierten Mal verliehen. Er soll herausragende Leistungen belohnen und junge Menschen ermutigen, sich mit dem Thema IT-Sicherheit zu beschäftigen und ist mit insgesamt 18.000 Euro dotiert. In diesem Jahr wurden 45 Arbeiten eingereicht. (anw)