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CD-R-Preise steigen

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Im Rahmen einer Anti-Dumping-Kampagne hat die europäische Union Strafabgaben gegen CD-R-Fabrikanten aus Taiwan erhoben. Marktbeobachter befürchten nun, dass die Preise für CD-Recordables in Europa auf breiter Front anziehen. Die Strafzölle betragen zwischen 18,8 und 39,5 Prozent.

Schon seit Ende März beschäftigen sich die Ministerien in Brüssel mit der Preispolitik der Taiwaner. Firmen wie Lead Data Inc. und Gigastorage Corp. sollen nun mit einer Zusatzabgabe von 20,1 Prozent belastet werden, klagt die Online-Gazette AsiaBizTech. Die taiwanische Princo Corp. muss sogar 29,9 Prozent zusätzlich berappen, weil sie die von den Brüsselern angeforderten Unterlagen zu spät einreichte.

Am härtesten hat es CMC Magnetics getroffen: In Zukunft muss der CD-R-Hersteller auf alle seine Produkte 39,5 Prozent abführen, weil er sich strikt geweigert hatte, an der EU-Untersuchung überhaupt teilzunehmen. Die Manager von CMC planen stattdessen, ihre Produktionsstätten in Mexiko und Hongkong auszubauen und mit der Erweiterung der britischen Niederlassung erst einmal zu warten. Auch ein avisiertes Übereinkommen mit Philips ließen die Taiwaner platzen. (ku)