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CERN macht Daten von LHC-Experimenten öffentlich zugänglich

Auf seinem Open-Data-Portal hat das europäische Forschungszentrum erstmals Daten aus Experimenten des Teilchenbeschleunigers der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

LHC-Visualisierung

(Bild: CERN Open-Data-CMS)

Der Teilchenbeschleuniger LHC (Large Hadron Collider) am europäischen Nuklearforschungszentrum CERN ist wohl der Inbegriff der Forschung im Feld der theoretischen und experimentellen Physik. Wer sich schon immer mal ein Bild von den Messdaten machen wollte, hat seit Donnerstag dazu Gelegenheit. Auf ihrem Open Data Portal stellt die Europäische Organisation für Kernforschung nicht nur die Daten zur Verfügung, sondern auch diverse Analyse- und Visualisierungs-Tools, die direkt im Browser laufen. Die Freigabe geschieht im Sinne des Offenheitsgedankens, der einen Grundpfeiler der Forschung am CERN darstellt.

"Der Start des CERN Open Data Portal ist ein wichtiger Schritt für unsere Organisation," erklärt CERN-Generaldirektor Rolf-Dieter Heuer in der offiziellen Meldung. "Daten aus dem LHC-Programm gehören zu den wertvollsten Schätzen der LHC-Experimente, und heute teilen wir sie mit der Welt. Wir hoffen, dass der offene Zugriff auf die Daten Wissenschaftler weltweit – auch Studenten und Hobbyforscher – unterstützen und inspirieren wird."

Die veröffentlichten Daten stammen aus den ersten LHC-Experimenten, die im Jahr 2010 stattfanden. Geplant ist, Messdaten auch zukünftig bereitzustellen, und zwar immer etwa drei Jahre, nachdem die Experimente durchgeführt wurden. So könnten sie im Vorfeld gründlich geprüft und dokumentiert werden. Alle Daten auf dem Portal stehen unter der CC0 Creative-Commons-Lizenz, die Inhalte explizit für die Allgemeinheit freigibt und so weit wie möglich von urheberrechtlichen Einschränkungen befreit. (bkr)

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