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CES 2016: Airbus wehrt Drohnen ab

Das elektronische System soll unerlaubt eindringende Flugobjekte automatisch ausfindig machen und sogar deren Steuerung übernehmen können.

Aribus Drohnenabwehr

Zwei Faktoren waren Airbus für das System besonders wichtig: frühzeitiges Erkennen und möglichst wenig Kollateralschäden

(Bild: Airbus)

Airbus stellt auf der CES in Las Vegas ein System vor, mit dem automatisch Kleindrohnen aufgehalten werden können, die in Flugverbotszonen fliegen. Es besteht aus diversen Sensoren wie Radar und Infrarotkameras, einer Datenbank, Signalanalyse und einem Störsender. Nach diversen Tests in Deutschland und Frankreich soll es bereits Mitte dieses Jahres auf den Markt kommen. Ein Unternehmen aus der Energiebranche soll das System bereits bestellt haben, teilte Airbus mit

Das System soll Drohnen in einem Umkreis von 5 bis 10 km erfassen und ihr Flugverhalten analysieren können. Die gewonnenen Daten werden dann sofort mit früher bereits erfassten Bedrohungsszenarien abgeglichen, woraufhin das System eventuell die Funkverbindung zwischen Fluggerät und Piloten unterbricht – und zwar nur auf den relevanten Frequenzen. Darüber hinaus soll der Pilot ausfindig gemacht und dessen Drohne unter Kontrolle gebracht werden können.

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Als mögliche Einsatzgebiete für sein Drohnenabwehr-System führt Airbus Fabriken, Flughären und Atomkraftwerke beispielhaft auf. Das Unternehmen verspricht, dass die Fehlerquote der Bedrohungsanalyse sehr gering sei.

Voriges Jahr hatte Airbus-Konkurrent Boeing schon ein Drohnenabwehr-System angekündigt. Das Unternehmen arbeitet an einer Laserkanone, die unerlaubt eindringende Flugobjekte vom Himmel holen soll. (anw)

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