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CES 2016: Die Rückkehr des Super-8-Films

Kodak hat eine analoge Super-8-Filmkamera vorgestellt, die mit digitalen Elementen aufgewertet wurde. Auf der CES kündigte Kodak eine Renaissance der analogen Filmtechnik an.

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Kodaks analoge Super-8-Filmkamera

Es ist still geworden um den analoge Film, auch Kino-Produktionen laufen meist digital. Doch jetzt versucht Kodak einen Neustart der Super-8-Technik – und hat eine analoge Filmkamera für dieses Format angekündigt. Seit seiner Pleite im Jahre 2012 hat sich Kodak wieder erholt, auch dank der Rückbesinnung mancher Hollywood-Regisseure auf die Qualitäten analogen Films. So wurden Blockbuster wie der aktuelle Star-Wars-Streifen "Das Erwachen der Macht" wenigstens teilweise wieder mit analogem Filmmaterial gedreht.

Gegenüber dem 35-mm-Kino-Film weist Super-8 eine deutlich geringere Auflösung auf, kann aber mit dem analogen Look aufwarten, der für viele Bewegt-Bild-Enthusiasten das Ideal schlechthin darstellt. Die ersten Super-8-Kameras waren 1965 auf den Markt gekommen, 2005 stellte Kodak die Produktion des Filmmaterials ein. Jetzt startet Kodak einen neuen Versuch – mit Blick auf die Audio-Technik, wo es bis heute begeisterte Fans analoger Schallplatten gibt.

Kodak will die erste neue Super-8-Kamera mit einem 6-mm-Objektiv (Blende f/1,2) ausstatten, optional ist ein Zoomobjektiv 6 bis 48 mm vorgesehen. Die Kamera soll Film in Kassetten mit 15 Metern belichten, mit 9, 12, 18, 24 oder 25 Bildern pro Sekunde.

Völlig analog arbeitet die Kamera aber nicht: Als Sucher kommt ein 3,5 Zoll-Bildschirm zum Einsatz, der Ton wird digital aufgezeichnet. Belichtetes Material bekommt der Filmer nach der Entwicklung des Filmstreifens analog, aber auch als digitale Version der Aufnahme bereitgestellt. Gestaltet wurde das Kameragehäuse von Yves Behar, Gründer und CEO der Designer-Company fuseproject. Das Aussehen der neuen soll an die alten Filmkameras erinnern.

Kodak will die neue Super-8-Kamera in einer limitierten Auflage herstellen. Exklusiv ist daher auch der Preis: Zwischen 400 und 750 US-Dollar soll sie kosten – und im Herbst 2016 auf den Markt kommen. (uh)

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