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CES 2016: Faraday Future zeigt Konzept eines E-Sportwagens

Faraday Future zeigt als sein erstes Fahrzeug einen schnittigen E-Flitzer. In zwei Jahren will FF sein Serienmodell ausliefern und dabei "Mobilität neu definieren". Konkrete Angaben blieb die Firma schuldig.

Schwarzer Sportwagen FFZERO1 Concept

Why so serious?

(Bild: Screenshot)

Das Startup Faraday Future (FF) hat in Las Vegas das Konzept eines elektrisch angetriebenen Rennautos gezeigt. Es heißt FFZERO1 Concept und ist ein Einsitzer. 2018 möchte das Unternehmen sein erstes Serienmodell auf den Markt bringen. Das muss aber, laut FF, kein Sportwagen werden. Es wird auf autonomen Betrieb vorbereitet sein und in North Las Vegas gebaut werden.

"Unser Businessmodel ist nicht bloß, Autos zu verkaufen", sagte Chefentwickler Nick Sampson. Er strebe nach "vernetzten Transportlösungen". "Während sich die klassische Automobilindustrie darauf konzentriert, bessere Autos zu bauen, definieren wir das Wesen von Fahrzeugen und Mobilität neu", ließ er den voll gefüllten Saal wissen.

Faraday Futures FFZERO1 Concept, dahinter das Firmenlogo.

(Bild: Screenshot)

So wie Apple mit dem iPhone "die Art, wie wir kommunizieren und unsere Leben organisieren" verändert habe, wolle FF die Welt der Mobilität neu definieren. Nähere Angaben zu den Vorhaben seiner Firma oder zur Gestalt des ersten Serienmodells machte Sampson allerdings nicht. Ebensowenig machte er technische Angaben zum gezeigten Konzeptfahrzeug.

Faraday Futures Imageclip deutet bereits eine Zukunft jenseits von Sportwagen an. – Quelle: Faraday Future

Sampson betonte, mit FFs modularer "Variable Platform Architecture" viele verschiedene Fahrzeugvarianten bauen zu können. Die Achsenpartien sind dabei immer gleich und bieten Raum für ein bis vier Elektromotoren. Die Bodenplatte dazwischen kann unterschiedlich lang sein und je nachdem mehr oder weniger Akkus aufnehmen. Nur die Knautschzonen sollen individuell an das jeweilige Modell angepasst werden.

Ein kurzer Blick auf die "Variable Platform Architecture" – Quelle: Faraday Future

Alle FF-Fahrzeuge kommen mit Internetanbindung und sind auf autonomen Betrieb vorbereitet. Das auf der Bühne gezeigte Konzeptfahrzeug setzt auf Drive-by-Wire, Augmented Reality und ein asymmetrisches Cockpit mit Touchscreens. Entsprechend bezeichnete FF-Designer Richard Kim das Auto als "ein extremes Tablet auf Rädern". Dazu passen auch die bereits bekannten Pläne, durch Abos für Internet-Dienste, Apps und Unterhaltung Geld zu verdienen. Kim hat unter anderem den BMW i3 entworfen.

In der Heckpartie fallen Lufttunnel auf. Sie sollen den Luftwiderstand reduzieren und gleichzeitig die Akkus kühlen. Der Fahrer des FFZERO1 Concept sitzt nicht im Fahrzeug, sondern liegt in einem 45-Grad-Winkel darin. Für ihn gibt es einen eigens entworfenen Helm, der bei der Präsentation nur in einem Video zu sehen war.

Zugang zum Konzeptfahrzeug wurde Montagabend noch nicht gewährt. Es blieb unbeweglich auf der Bühne stehen, zu der Gäste und Journalisten keinen Zutritt hatten. Lediglich ein Video zeigte das Auto in Bewegung.

Die erste FF-Fabrik ist in North Las Vegas geplant. Das Investitionsvolumen beträgt den Angaben zufolge eine Milliarde US-Dollar. Der Spatenstich soll "in einigen Wochen" erfolgen. Im Vollausbau werden 4.500 Arbeitsplätze geboten werden, sagte Sampson. Einen Zeitpunkt dafür nannte er nicht. (ds)

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