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CES 2016: JAQ lädt Smartphones mittels Brennstoffzelle

Das im vergangenen Jahr vorgestellte Brennstoffzellen-Ladesystem JAQ ist mit ein paar Monaten Verspätung marktreif. Zunächst ist es bei einem Netzbetreiber in Schweden erhältlich.

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myFC - JAQ

(Bild: heise online/vbr)

Das schwedische Unternehmen myFC hat auf der CES sein im vergangenen Jahr angekündigtes Brennstoffzellen-Ladesystem für Mobilgeräte gezeigt. Das JAQ genannte System besteht aus einer Ladeeinheit mit Brennstoffzelle, die mit Kartuschen in Kartenform betrieben wird. In den Karten ist Wasser und Salz, damit wird In der Brennstoffzelle Strom erzeugt, der bei einer Karte für eine Smartphone-Ladung reichen soll.

Die sehr leichte Karte wird in das Gerät mit der Brennstoffzelle gesteckt. Nach kurzer Zeit beginnt das Gerät Strom zu produzieren und das mit einem USB-Kabel angeschlossene Handy kann aufgeladen werden. Der Hersteller spricht von etwa 1800 mAh pro Karte, die je nach Mengenrabatt zwischen 1,50 und 2 US-Dollar kosten sollen. Auf der CES wurde JAQ noch mit Vorserienkarten demonstriert, weil dem Serienprodukt noch Zulassungen für den US-Markt fehlen.

Das System selbst soll zunächst über Netzbetreiber vertrieben werden, die dann auch über den Preis und eventuelle Subventionen entscheiden. In Schweden ist JAQ seit Dezember vergangenen Jahres beim Netzbetreiber 3 erhältlich. Das Unternehmen führt derzeit Gespräche mit einem Carrier in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo das Ladesystem im Laufe des zweiten Quartals auf den Markt kommen soll. Über weitere Pläne machte das Unternehmen keine Angaben.

JAQ ist der Nachfolger des von myFC vor 5 Jahren vorgestellten Powertrekk. Das System ist bereits erhältlich, aber unpraktisch: Anwender müssen Wasser in die klobigen Salzcontainer geben, bevor die Brennstoffzelle ihre Arbeit aufnehmen kann. Zudem enthält der Powertrekk einen Akku als Zwischenspeicher, der das ganze System recht schwer macht. (vbr)

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