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CES: Immersis projiziert Spiele in "Surround"

Mit einem Ultrakurzdistanz-Beamer projiziert Immersis Videospiele nicht nur an eine Wand, sondern an drei. Das Signal wird vorher perspektivisch richtig verzerrt. Damit soll ein Rundum-Blick simuliert werden.

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Auf der CES war das Immersis-System nur als "Schuhkarton"-Modell zu sehen. Das fertige Produkt soll mit einem 3000-Lumen-Beamer auch mittelgroße Wohnzimmer bespielen.

(Bild: J.-K. Janssen / heise online)

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Große Sprüche klopfen gehört auf der CES dazu – dennoch ist die vom französischen Hersteller Catopsys gewählte Bezeichnung für sein Spiele-Projektionssystem Immersis etwas zu gewagt: Mit "Virtual Reality" hat das Ganze wenig zu tun. Clever ist Immersis trotzdem: Ein Ultrakurzdistanz-Projektor – also ein Beamer mit Fischaugen-Objektiv – projiziert das Bild gleich auf drei Wände des Raums. Der Fernseher kann als Mittelpunkt des Geschehens mit ins Projektionsbild eingebunden werde (siehe Foto).

Der Clou der Immersis-Technik ist die perspektivisch richtige Verzerrung der an die rechte und linke Wand projizierten Bildteile. Zurzeit funktioniert das System ausschließlich mit angepassten PC-Spielen. Catopsys stellt ein SDK für die Unity-Entwicklungsumgebung zur Verfügung, die Anpassung sei für Entwickler "eine Sache von wenigen Minuten", beteuert Catopsys-Chef Daniel Duhautbout. Die Endkunden müssen ebenfalls etwas Arbeit investieren: Die Immersis-Software benötigt zur Zeit noch ein SketchUp-Modell des Raumes, in dem der Projektor steht. Zukünftig ist aber eine Einmess-Automatik geplant, ebenso wie die Möglichkeit, neben Spielen auch 360-Grad-Videos zu projizieren.

Die Kickstarter-Crowdfinanzierung für Immersis soll Ende dieser Woche starten. Bereits im November will Catopsys die ersten Sets verschicken, man peilt einen Verkaufspreis von 2500 US-Dollar an. Zum Lieferumfang gehört neben einem 3000-Lumen-Kurzdistanz-Projektor auch eine passende Stativhalterung. (jkj)