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CES: Kompaktanlage mit Internet-Radio von Philips

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(Bild: Nico Jurran)

Was alles dabei herauskommt, wenn man ein neues Produkt das erste Mal live erlebt, zeigte sich bei der Internetradio-Anlage FW-i1000 von Philips. Laut Werbung lässt sich das persönliche Lieblingsprogramm mit diesem Gerät über eine Breitbandverbindung problemlos aus über 1000 Radiosendern weltweit auswählen. Die Realität sieht hingegen etwas anders aus: Am Stand auf der Consumer Electronics Show (CES) begegnet dem Besucher eine Mini-Anlage im typischen "Disko-Look" mit blinkendem Display, was schon viele andere Modelle dieser Gattung, die ohne Internet-Zugang auskommen, wenig wertig erscheinen lässt. Käufer, die dies nicht mögen, werden sich auch nicht von der Leistung überzeugen lassen, die laut Philips 220 Watt beträgt, oder dem integrierten Dreifach-CD-Wechsler.

Ist die Verbindung zum Internet – per Knopfdruck – erst einmal hergestellt, nimmt der FW-i1000 Verbindung mit einem eigens von iM Networks (vormals Sonicbox) eingerichteten Portal auf. Dieses Unternehmen erstellt die Liste der Radiostationen, die sich aber laut Philips via Internet vom User modifizieren lässt. Zudem legt iM Networks auch fest, in welche Kategorien der Sender fällt beziehungsweise in welcher Region und Sprache er sendet. Unglaublich, aber wahr: Mehr Einteilungsmöglichkeiten gibt es nicht, danach muss sich der User durch die einzelnen Sender, die in die entsprechende Kategorie fallen, "per Hand" durchwühlen. Dass dies nicht besonders User-freundlich ist, gestand Tony Cher, Produktplaner bei Philips USA, dann auch gegenüber heise online ein. Immerhin könne der Anwender aber bis zu 40 Lieblingsstationen speichern.

Wirklich unschön geriet die Demonstration aber wegen der häufigen Aussetzer, die Cher mit der überlasteten CES-Standleitung entschuldigte. Diese Aussetzer würde er in Kalifornien nicht kennen, könne sie allerdings für andere Regionen auch nicht ausschließen. Immerhin lässt sich das Gerät auch via Ethernet an einen PC anschließen und spielt dann die MP3-Files von der Festplatte des Rechners ab. Wer sich mit dem Internet-Radio überhaupt nicht anfreunden kann, darf aber auch den eingebauten normalen Radio-Tuner oder das integrierte Doppelcassettendeck benutzen.

Die FW-i1000 soll noch in diesem Jahr in den USA erscheinen, in Europa jedoch nicht vor 2002. Zuvor will Philips dort noch eine Marktstudie mit 1000 Testern durchführen. (nij/c't) / (jk)

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