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CES: Messeauftritt von Googles Heimvernetzungs-Tochter Nest fällt mager aus

Die Erwartungen an Nest waren hoch: Immerhin gilt Googles Herimvernetzungstochter als eine Vorreiterin des Smart Homes. Doch die in Las Vegas präsentierten Neuerungen halten sich in Grenzen.

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CES: Messeauftritt von Google-Tochter Nest fällt mager aus

(Bild: Nest)

Ja, Nest hatte eine Neuigkeit auf der CES zu verkünden: Gleich 15 neue Unterstützer konnte Googles Tochterunternehmen für sein "Works with Nest"-Programm gewinnen. Gleich neun davon sollten zur CES verfügbar sein. Darunter etwa LG, deren Kühlschrank nun in den Energiesparmodus geschaltet wird, wenn der Nest-Thermostat erkennt, dass keine Personen mehr im Haus sind. Oder Philips vernetzte LED-Lampen Hue, die Nest blinken lassen kann, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Der Schlaftracker "Aura Sleep System" von Withings teilt wiederum dem Nest-System mit, wann der Nutzer schläft und wann er wach ist. Je nach Meldung fährt Nest dann die Temperatur in der Wohnung rauf oder runter.

Nest-Thermostat in einem Aufbau am Stand des Unternehmens Digitalstrom.

(Bild: Nico Jurran / heise online)

Doch irgendwie konnte diese Meldung nicht zünden; viele Journalisten, Analysten und Händler äußerten sich enttäuscht. Immerhin besteht das Produktportfolio des Unternehmens bislang aus gerade einmal zwei Produkten: einem Thermostaten und einem Rauch-/CO2-Melder namens "Nest Protect", der 2013 auf den US-Markt kam. Natürlich könnte man nun jedes Produkt eines Drittherstellers, das über das "Works with Nest"-Programm angebunden wird, als Nest-Erweiterung sehen. Entsprechend war in einem amerikanischen Technik-Blog von einer "Armee von Produkten" zu lesen.

Die Übernahme des Unternehmens Revolv hat jedenfalls bislang kein neues Produkt zum Vorschein gebracht – ganz im Gegenteil: Revolvs Smart-Home-Hub wurde kurzerhand vom Markt genommen. Auf der Website von Revolv ist nur noch eine kurze Mitteilung zu lesen, dass man den Support für das Gerät fortführe, aber keine neuen Kunde bediene. Auch Nests Engagement in der Thread-Gruppe, die gerne als einer der großen Herausforderer im Kampf um den künftig im Smart Home herrschenden Standard gehandelt wird, blieb in Las Vegas ohne sichtbare Folgen.

Viele Besitzer des Nest-Thermostat wünschen sich nicht einmal irgendwelche Mega-Erweiterungen, sondern wären schon über externe Temperatursensoren glücklich. Neuere smarte Thermostaten können nämlich schon unterschiedliche Temperaturzonen im Haus intelligent regeln, Nests Modell nicht. (nij)