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CES: Microsoft gibt Ausblick auf Zukunft der Media Center Edition

Schwerpunkte der Weiterentwicklung der Windows XP Media Center Edition bilden die Integration von Common Interfaces für Pay-TV-Smartcards, die Wiedergabe von High-Definition-Formaten und die gerade eingeführte ISF-Zertifizierung zur Sicherung der Bild- und Tonqualität. Dies erklärten Microsoft-Vertreter am Rande der Consumer Electronic Show. Im ersten Fall ginge es nicht bloß darum, ein Common Interface (CI) zur Aufnahme des Conditional Access Module (CAM) in den PC zu integrieren, vielmehr wolle man sicherstellen, dass sich die Daten nicht abfangen ließen. Deshalb sehe das Konzept eine Verschlüsselung der Daten bis auf Bus-Ebene vor.

Laut Bradford Brooks, früher Marketing-Director der eHome-Division und heute in gleicher Position für Longhorn zuständig, wollen die Redmonder dieses Vorhaben noch vor Einführung des neuen Betriebssystems in die Tat umsetzen. Zudem gäbe es bereits Diskussionen um den Nutzung des Kopierschutzes HDCP in Verbindung mit dem digitalen Videoausgang DVI beziehungsweise des Einsatzes dessen Bruders HDMI, der von Haus aus HDCP benutzt. Allerdings sei Microsoft laut Brooks hierbei keinesfalls die treibende Kraft, vielmehr müsse man sich zwangsläufig mit den Wünschen der Rechteinhaber beschäftigen.

Weiterhin will Microsoft zum Longhorn-Start das Interface des Windows Media Player gründlich überarbeiten, sodass beispielsweise Buttons, die bei der Wiedergabe bestimmter Medientypen keine Aufgabe hätten, dann auch verschwänden. Zudem arbeite man an einem Multi-Language-Support, der eine globale Version ermögliche.

Laut Brooks ist die reibungslose Wiedergabe von hochaufgelösten Videos bereits ein festes Feature der Media Center Edition PCs der DHS2-Reihe aus dem Hause Alienware. Und nicht nur dort käme auch die neu eingeführte Audio/Video-Zertifizierung der Imaging Science Research Labs zum Tragen. Sie garantiere, dass MCE-Computer eine ebenso gutes Audio/Video-Qualität böten wie vergleichbare Geräte der Unterhaltungselektronik. Die Zertifizierung sei auch ein Resultat der negativen Erfahrungen mit der ersten Generation von MCE-Rechnern in Deutschland.

Abschließend erklärte Brooks, dass sich Microsoft auch in Europa ein TV-Programm auf DSL-Basis (IPTV) vorstellen könne. Dies sei ein logischer Schritt nach der Integration der Video-on-Demand-Dienste von Arcor und T-Online Vision in die Media Center Edition. Allerdings erwarte er diese Entwicklung in den kommenden zwei Jahren noch nicht; realistisch sei eine Markteinführung in drei bis fünf Jahren. (nij)

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