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Seagate bringt NVMe- und NAS-SSDs

Bislang hat Seagate unter den Bezeichnungen Firecuda, Barracuda und Ironwolf Festplatten-Laufwerke im Programm. Nun folgen Modelle mit SSDs.

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CES: Seagate bringt NVMe- und NAS-SSDs

Seagate stellt neue SSDs mit NVMe- und SATA-Interface vor. Die Namen der neuen Modelle klingen vertraut: Seagate nutzt für die SSDs die gleichen Bezeichnungen wie für seine Festplattenlaufwerke.

Firecuda 510 und Barracuda 510 sind NVMe-SSDs im M.2-Format. Beide nutzen Flash-Speicher von Toshiba und den Phison-Controller E12. Sie sind per PCIe-3.0-x4 angebunden und erreichen damit beim Lesen maximale sequenzielle Geschwindigkeiten von bis zu 3,4 GByte/s. Beim Schreiben sind die Modelle der Firecuda-Baureihe schneller: Diese sollen bis zu 3,2 GByte/s erreichen, während die Barracuda-SSDs maximal 2,1 GByte/s schaffen.

Die höhere Geschwindigkeit der auf der CES vorgestellten Firecuda-SSDs lässt sich einfach erklären: Während die Barracuda-Modelle bei einseitiger Bestückung nur mit Kapazitäten von 256 und 512 GByte erhältlich sind, bringt Seagate auf den Firecuda-SSDs bei doppelseitiger Bestückung 1 oder 2 TByte Speicher unter. Die Controller auf den Firecuda-SSDs können die Schreiblast damit besser parallelisieren.

Weitere technische Details hat Seagate bislang nur für die Barracuda-510-Modelle bereitgestellt: So liegt etwa die Leistung beim Zugriff auf zufällige Adressen beim Modell mit 340.000 beziehungsweise 500.000 IOPS höher als beim Modell mit 256 GByte (180.000 / 255.000 IOPS), auch kommt das kleine Modell beim sequenziellen Schreiben lediglich auf 1,05 GByte/s.

Unter anderem Angaben zur Leistung beim Zugriff auf zufällige Adressen der Firecuda 510 fehlen noch; ebenso hat Seagate noch keine Preise genannt. Seagate hatte bereits im vergangenen Sommer eine SATA-SSD unter dem Barracuda-Label vorgestellt. Diese ist weiterhin im Programm und mit Kapazitäten zwischen 250 GByte und 2 TByte erhältlich.

Eine recht spezielle SSD bringt Seagate zudem mit der Ironwolf 110. Diese ist mit Kapazitäten von 240 GByte bis 3,84 TByte erhältlich. Der Einsatz in einem NAS dürfte sich aber nur in seltenen Fällen lohnen, da die meisten nur per GBit-Ethernet angebunden sind – dies begrenzt die Maximalgeschwindigkeit auf wenig mehr als 100 MByte/s.

Erst mit einem schnelleren Netzwerk-Interface kann man von der deutlich höheren Geschwindigkeit der Ironwolf 110 profitieren. Angaben zu Verfügbarkeit oder Preisen liegen derzeit noch nicht vor. (ll)