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CES: Smarte Lampen von Philips bekommen Gesellschaft

Das holländische Unternehmen zeigt in Las Vegas kommende Sensoren, die sich mit dem Hue-System koppeln lassen. Zudem wird die "Friend of Hue"-Reihe um Produkte von Drittherstellern erweitert.

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CES: Philips' smarte Lampe bekommt Gesellschaft

(Bild: Nico Jurran / heise online)

Bisher bestand das Hue-System von Philips hauptsächlich aus vernetzbaren LED-Leuchtmitteln und zwei kompletten Hue-Lampen. Auf der CES zeigt das holländische Unternehmen jedoch bereits Produkte, die scheinbar erst einmal nichts mit Beleuchtung zu tun haben: einen Bewegungs-, einen Tür-/Fenster- und einen kombinierten Temperatur-/Feuchtigkeitssensor – alle drei in einer gegenüber Produkten anderer Hersteller vergleichsweise handlichen Ausführung.

Die zum Hue-System kompatiblen Smart-Home-Sensoren sollen sie im Laufe des Jahres erhältlich sein; technische Details und Preise gibt es noch nicht.

(Bild: Nico Jurran / heise online)

Tatsächlich ist die Verbindung zu den Leuchtmitteln und Lampen dann aber durchaus gegeben: So benutzen die neuen Sensoren wie die Hue-Birnen das sogenannte "Light Link"-Profil des Pro-Standards des Funkprotokolls ZigBee – mit der Folge, dass sie sich einfach über das existierende Bridge in das System einbinden lassen werden. Das Gateway ist seinerseits über den häuslichen Router per WLAN mit dem Smartphone oder Tablet verbunden. Durch die gemeinsame Anbindung an die Bridge sind logische Verknüpfungen leicht zu realisieren – etwa die, dass das Licht ausgeht, wenn der Bewegungsmelder längere Zeit keine Bewegung mehr in dem betreffenden Raum feststellt.

Die Nutzung des "Light Link"-Profils bedeutet aber auch, dass Philips hier Module, die eigentlich eher in den Bereich Heimautomation fallen, nicht über das eigentlich logischere Pro-Profile "ZigBee Home Automation" (ZHA) einbindet. Mit Gateways, die nur ZHA beherrschen, können mit den Geräten folglich nichts anfangen. Glücklicherweise hat sich die ZigBee Alliance aber jüngst eh entschlossen, alle Profile des Pro-Standards in der kommenden Spezifikation 3.0 unter einen Hut zu bringen. Philips bewirbt die neuen Module daher mit der Aussage "Ready For ZigBee 3.0".

Klar ist jedoch, dass es in Europa auch einen passenden Zwischenstecker für Steckdosen geben wird. Den zeigt das Unternehmen allerdings in den USA nicht, um keine Verwirrung zu stiften. Tatsächlich hat Philips Anfangs bereits einen offiziellen Hue-Zwischenstecker vertrieben, der dann aber in der Versenkung verschwand. Das neue Modell soll aber wesentlich kleiner und schicker sein. Zudem erforscht Philips nach eigenen Angaben, ob sich für das Hue-System Tür-Fenster-Sensoren bauen lassen, die den für den Betrieb nötigen Strom nur aus Solarenergie beziehen. Mit "Hue Tap" bietet das Unternehmen bereits einen batterielosen Schalter an.

Alle neuen Sensoren sowie der Zwischenstecker werden übrigens direkt zur "Hue"-und nicht zur "Friends of Hue"-Reihe gehören, in der etwa ein vernetzbarer LED-Leuchtstreifen von Philips zu finden ist. Künftig soll "Friends of Hue" hingegen eher kompatible Produkte von Drittherstellern umfassen. Details gab Philips dazu aber noch nicht bekannt.

In den USA wirbt der TV-Sender ScyFy derzeit für seine Mobilgeräte-App "ScyFy Sync" mit Hue-Unterstützung. Sie ist in der Lage, während der Ausstrahlung der in Kürze startenden Serie "12 Monkeys" die Hue-Beleuchtung der Zuschauer an die jeweilige Filmszene anzupassen. Der Sender hatte dies bereits bei der Ausstrahlung des Films "Sharknado 2" getestet.

Offizieller Werbetrailer für ScyFy Sync mit Hue-Synchronisation.

(nij)

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