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CIA befürchtet Angriffe aus dem Internet

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Der US-Geheimdienst CIA befürchtet Cyber-Angriffe Russlands und Chinas auf die USA. Nach seinen Erkenntissen würden diese Staaten Software entwickeln, die der US-Ökonomie substantiell schaden könnte, erklärte Lawrence Gershwin, CIA-Verantwortlicher für die Bereiche Wissenschaft und Technologie, am Donnerstag vor einem Ausschuss des US-Parlaments. Von einem solchenCyberwar-Szenario gehe eine Bedrohung für nationale Interessen aus.

Zwar seien Bomben immer noch effektiver als Bytes, erklärte Gershwin nach US-Medienberichten, doch werde sich das bald ändern. Schon jetzt zielen Hackerangriffe auf die Infrastruktur des Landes wie den Transport und Finanznetzwerke. Gershwin befürchtet durch weiterentwickelte Computerviren eine zusätzliche Bedrohung für Amerika, da diese Viren noch präzisere Angriffe ermöglichen sollen. Senator Bob Bennet aus Utah ermahnte die Industrie, mit dem Staat bei der Entwicklung von möglichen Verteidigungsmaßnahmen zusammenzuarbeiten. "In einer vernetzten Welt steht der private Sektor an der Front", resumiert Senator Bennet.

Eine ganze Reihe weiter Staaten würde sich auf Infowar-Szenarien vorbereiten, erklärte Gershwin: "Wir beobachten diese Länder sehr genau. Einige Staaten sind Verbündete der USA, andere wiederum nicht". Er könne dazu jedoch nicht mehr sagen, da ein Großteil dieser Information geheim seien. Um der Bedrohung als Weltmacht entgegentreten zu können, arbeitet die USA der Intergration von eigenen digitalen Angriffen in alle militärischen Operarationen, sagte Edward Anderson, stellvertrender Kommandeur des US-Space Command.

Am am 21. Juni hatten Bündnis 90/Die Grünen unter anderem die USA dazu aufgefordert, das Wettrüsten im Cyberspace zu beenden. (daa)