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CNN sucht Videos von "Bürgerjournalisten"

Der US-amerikanische Nachrichtensender CNN ruft Besucher seiner Websiten dazu auf, eigene Videos und Fotos einzureichen. Über CNN Exchange können registrierte Nutzer – im Idealfall Augenzeugen von nachrichtenrelevanten Ereignissen – ihre Beiträge uploaden. Diese werden bei CNN geprüft, als "I-Report" gekennzeichnet auf der Website veröffentlicht oder auch über Fernsehen und Radio verbreitet. Das neue Upload-Angebot erweitert die bisherigen Möglichkeiten der "CNN-Community", die bislang Blog-Einträge und Foren-Mitteilungen hinterlassen und sich an Meinungsumfragen beteiligen konnte. "CNN Exchange" soll als einheitliche Plattform für "I-Reports" dienen, durch die die Nutzer einfacher an den Nachrichten teilhaben können sollen.

Medienbeobachter werten den Schritt der Time-Warner-Tochter CNN als "Anerkennung des Bürgerjournalismus". Der Sender hatte in diesem Monat bereits Videos aus dem Krisengebiet im Libanon in seinem Fernsehprogramm gezeigt, die er der Video-Community-Seite YouTube.com entnommen hatte. Nick Wrenn, der Chefredakteur von CNN International, hatte sich vor einem Jahr zum Thema "Bürgerjournalismus" geäußert und Blogger auf einer Diskussionsveranstaltung prinzipiell als "Verbündete" bezeichnet. Umso wichtiger werde aber die Aufgabe der professionellen Journalisten, das von den "Laien" gelieferte Material einzuordnen, zu interpretieren und auch entsprechend zu kennzeichnen. So geschieht es nun auch auf dem neuen Angebot CNN Exchange. (anw)

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