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CO2-Endlager: USA untersuchen unterirdische Kapazitäten

Geologen der United States Geological Survey (USGS) haben in einer großangelegten Studie untersucht, wo sich in den USA mögliche Lagerstätten für die CO2-Sequestrierung befinden, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Das Ergebnis lässt aufhorchen: Die auf dem Festland verfügbare unterirdischen Flächen, die "technisch zugänglich" sind, würden ein 500faches der im Jahr 2011 im US-Energiesektor angefallenen Klimagasmengen aufnehmen können.

Was für die Verfechter der Klimagas-Sequestrierung höchst positiv klingt, hat aber den ein oder anderen Pferdefuß. Denn: Realistisch betrachtet bleibt weiterhin unklar, wie verlässlich die auch "Carbon Capture and Storage" (CCS) genannte Technik tatsächlich wäre. Bei CCS wird das CO2 zunächst an einem Kraftwerk abgeschieden, in einen nahezu flüssigen Zustand komprimiert und dann in poröse Gesteinsschichten großer Tiefe injiziert. Und das kostet viel Geld.

Das ist einer der Gründe, warum bisherige Projekte eher klein ausfielen und sie stets nur eingeschränkte Hinweise darauf gaben, ob sich das CCS-Verfahren wirklich ausreichend hochskalieren lässt. Deshalb kann auch noch niemand sagen, wie signifikant die Methode dem Klimaschutz ganz praktisch helfen würde.

Einige Forscher hinterfragen zudem, wie ungefährlich CCS ist. So könnte die Technik womöglich Erdbeben auslösen oder aber natürliche Erdbeben dazu führen, dass das Klimagas in großen Mengen erneut entweicht. Und die Lagerstätten unterscheiden sich zum Teil sehr stark – jede einzelne müsse genauestens untersucht werden, so die USGS. Denn: Je nach Zusammensetzung des Gesteins können sich andere geomechanische Reaktionen ergeben, sobald das CO2 in großen Mengen eingebracht wird. Was das faktisch bedeutet, ist noch nicht adäquat erforscht.

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