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CODE_n Award: "Wunderbar" für das Internet der Dinge

Das Unternehmen "relayr" aus Berlin ist der Gewinner des diesjährigen CODE_n Awards. Dessen Vorzeigeprodukt „Wunderbar“ ebnet App-Entwicklern den Weg in das Internet der Dinge.

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Von
  • Nico Jurran

"Into the Internet of Things“ heißt es derzeit in der "CODE_n"-Halle 16 auf der CeBIT. 50 Startups aus aller Welt präsentieren dort ihre Geschäftsmodelle zu den Themen Industrie 4.0, Digital Life, Smart City und Future Mobility. Am Mittwochabend wurde der mit 30.000 Euro dotierte CODE_n Award verliehen.

CODE_n15-Award-Gewinner relayr aus Berlin

(Bild: Creative Commons)

Überzeugen konnte die Jury dabei das Unternehmens "relayr" aus Berlin. Dessen (bereits erhältliche) "Wunderbar“ sieht aus wie eine Tafel Schokolade, beinhaltet aber verschiedene Sensoren, die unter anderem Temperatur, Feuchtigkeit oder Bewegung messen.

Die Besonderheit des Wunderbar: Die einzelnen Teile können wie Schokoladenstücke abgebrochen und an physischen Gegenständen angebracht werden. Softwareentwickler sind so in der Lage, ohne Kenntnisse von Elektrotechnik Anwendungen für Smartphones zu entwickeln, die auf Messdaten zugreifen und diese analysieren – etwa eine App, die die Temperatur im Weinkeller kontrolliert oder das Feuchtigkeitsniveau im heimischen Gewächshaus. Hard- und Software kommunizieren über die Open-Sensor-Cloud-Plattform des Unternehmens. Dies ermögliche Entwicklern einen schnellen und einfachen Projektstart für drahtlose Anwendungen und Prototypen – aus Gegenständen werden so Smart Devices.

"Mit relayr hat sich die Jury für ein Unternehmen entschieden, dass das Thema von CODE_n15 perfekt verkörpert“, sagt Ulrich Dietz, Vorstandsvorsitzender der GFT Group und Initiator von CODE_n. "Mit der ‚Wunderbar‘ wird das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) sehr leicht fass- und anwendbar für Programmierer. Und das ist auch wichtig, denn obwohl IoT gerade auch auf der CeBIT ein omnipräsentes Thema ist, sind die gefühlten Hürden für Entwickler noch sehr hoch. relayr beseitigt diese Hürden. Mangelnde Hardware-Kenntnisse sind nun keine Entschuldigung mehr. Die Einfachheit der Lösung und die Auswirkungen für das IoT hat die Jury überzeugt.“

Offizielles Werbevideo zu "Wunderbar"

Vor der Entscheidung hatten die 10 Finalisten des Wettbewerbs ihre Geschäftsmodelle am Mittwochnachmittag noch einmal vor der Jury und Hunderten von Messebesuchern präsentiert. Insgesamt hatten über 400 Startups ihre Bewerbung für den CODE_n CONTEST eingereicht, der in die vier Themenbereiche Industry 4.0, Future Mobility, Smart City und Digital Life aufgeteilt war. Auf CODE_n CONNECT konnten seit dem 4. März die Internetnutzer für ihren Favoriten abstimmen. Gewinner hier: Greenbird Integration Technology aus Oslo. CODE_n-Partner EY lädt die Norweger nun ins Silicon Valley ein und vermittelt Kontakte zu Investoren und möglichen Geschäftspartnern. (nij)