Menü

"Campus Innovation"-Teilnehmer fordern "German Digital University"

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 47 Beiträge

Die 200 Kongressteilnehmer der "Campus Innovation" überreichten der Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) am Mittwoch die so genannte "Hamburger Erklärung", in der sie forderten, unabhängige Beratungs- und Vermarktungsagenturen für alle Universitäten einzurichten. Die Online-Aktivitäten deutscher Hochschulen sollten unter dem Dach einer "German Digital University" gebündelt werden.

Universitäten sollten nach Ansicht von Bulmahn die Möglichkeiten der neuen Medien stärker nutzen, betonte sie in einem Gespräch mit dpa. Zu einer kreativen Wissensvermittlung gehöre ein umfangreicher Austausch zwischen Studierenden und Lehrenden. Dieser könne durch neue Medien und E-Learning-Angebote gefördert werden. Sie eröffneten neue Wege, um das Studium zeit- und ortsunabhängig zu organisieren.

Die Bundesregierung habe mit 220 Millionen Euro zahlreiche Hochschulprojekte im Bereich digitaler Lernangebote gefördert, betonte Bulmahn. In Zukunft würden mehr Menschen im Berufsleben studieren und dies sei zu unterstützen. Der Präsident des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, Arend Oetker, sagte, erst wenn diese Mittel den Hochschulen nicht mehr zur Verfügung stünden, werde sich zeigen, wie nachhaltig die Projekte seien. Nicht alle Lerninhalte seien für die digitale Vermittlung geeignet. "Soziale Kompetenz muss anders vermittelt werden", betonte er.

Der Präsident der Wissensgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz, Hans-Olaf Henkel, sieht in digitalen Lernangeboten die Möglichkeit, eigenen Lernbedürfnissen gerecht zu werden: "E-Learning richtig konzipiert, versetzt in die Lage, seine eigene Lerngeschwindigkeit zu bestimmen". Oetker forderte die Hochschulen auf, im Bereich der Weiterbildungsangebote stärker mit der Privatwirtschaft zusammenzuarbeiten und nachfrageorientierte Angebote zu schaffen. (boi)

Anzeige
Anzeige