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Canonical: Ubuntu Core soll das Internet of Things steuern

Breit aufgestellte Partnerschaften unter anderem mit Microsoft, der Telekom und den Embedded-Hardware-Herstellern Cavium und Texas Instruments sollen Ubuntu Core zum Standardsystem für das Internet of Things machen.

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(Bild: Canonical)

Ubuntu-Hersteller Canonical sieht sein abgespecktes Betriebssystem Ubuntu Core als ideale Grundlage für das Internet of Things. Das System läuft auf x86- und ARM-Hardware und soll bereits mit einem 600-MHz-Prozessor, 128 MByte RAM und 4 GByte Flash-Speicher zufrieden sein; daher reichen schon günstige ARM-Boards wie das Beaglebone Black und das Odroid-C1 für die Entwicklung aus. Auf der anderen Seite soll es robust genug sein für leistungsfähige Switches und Router, wie sie beispielsweise Cavium anbietet.

Dazu tragen wesentlich die Snappy Apps bei, ein neues Paketformat, bei dem die Programmpakete alles mitbringen, was über die definierten Systemfunktionen und -bibliotheken von Ubuntu Core hinausgeht. Nach einem Programm-Update kann man jederzeit zu einem früheren Versionsstand der App zurückkehren, wenn beispielsweise die neue Version Probleme macht. Auch Ubuntu Core lässt sich atomar aktualisieren und auf einen früheren Versionsstand zurücksetzen.

Um Ubuntu Core zu einem Standard im Internet of Things zu machen, hat Canonical Partnerschaften mit Schwergewichten der Industrie geschlossen: Microsoft möchte die APIs seiner Azure-Cloud für Ubuntu Core bereitstellen. Unter anderem ARM, Texas Instruments und Cavium wollen dafür sorgen, dass Ubuntu Core gut auf unterschiedlichster ARM-Hardware läuft. Die Telekom nutzt Ubuntu Core in ihrer Startup-Schmiede hub:raum. Weitere Partner sind das Industrial Internet Consortium, Eclipse und einige Firmen aus den Bereichen Robotik, Cloud-Software und IoT-Entwicklungsplattformen.

Mit dem Internet of Things ist der Trend zu einem immer stärkeren Einsatz vernetzter eingebetteter Geräte gemeint, die mit dem Internet verbunden sind und ohne menschliche Eingriffe miteinander und mit Diensten im Internet kommunizieren. Derzeit laufen auf solchen Geräten verschiedenste Embedded-Systeme, wobei aufgrund der zunehmenden Leistungsfähigkeit der Geräte immer häufiger diverse Linux-Varianten zum Einsatz kommen. Die aktuelle Vielzahl der verwendeten Systeme und APIs macht die Entwicklung von Software aufwendig. (odi)