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Canonical beerdigt seinen Speicher- und Musikdienst Ubuntu One

Nutzer müssen ihre Daten bis zum 31. Juli vom Ubuntu-One-Server herunterladen. Der Code der Dropbox-ähnlichen Synchronisierungs-Software soll als Open Source veröffentlicht werden.

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Ubuntu-Hersteller Canonical stellt seinen Dropbox-ähnlichen Speicherdienst Ubuntu One ein. Die Synchronisierung von Daten mit Ubuntu-One-Clients endet zum 1. Juni; die Daten sollen noch bis zum 31. Juli zum Download auf den Ubuntu-One-Servern bereitgehalten werden, danach werden sie gelöscht. Schon jetzt ist es nicht mehr möglich, Musik und zusätzlichen Speicherplatz im Ubuntu-One-Store zu kaufen. Die kommende Ubuntu-Version 14.04 LTS soll bereits ohne Ubuntu-One-Integration ausgeliefert werden.

Canonical will Ubuntu-One-Nutzern einen einfachen Weg bereitstellen, ihre Daten von Ubuntu One herunterzuladen und auf andere Speicherdienste zu migrieren. Wer ein kostenpflichtiges Abonnement abgeschlossen hat, kriegt sein Geld zurück; Ubuntu-One-Kunden sollen demnächst weitere Informationen dazu erhalten. Den Ubuntu-One-Code will Canonical als Open Source veröffentlichen.

Canonical-CEO Jane Silber erklärte dazu, konkurrierende Dienste wie Dropbox, Copy, Google Drive und Co. würden mittlerweile 15 bis 50 GByte kostenlosen Speicherplatz anbieten, Ubuntu One lediglich 5. Um mitzuhalten, müsse Canonical mehr Geld in Ubuntu One investieren. Der strategische Fokus für Ubuntu liege jedoch auf der Entwicklung eines einheitlichen Betriebssystems für Smartphones, Tablets und Desktops, das als Grundlage für Content und Dienste anderer Anbieter dienen soll.

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(odi)