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Canonical forkt das Gnome Control Center

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Für die kommende Ubuntu-Version 14.04 haben die Entwickler das Gnome Control Center und den gnome-settings-daemon geforkt. Wie Canonical-Mitarbeiter Robert Ancell auf der Ubuntu-Mailingliste schreibt, verwendet Ubuntu die über ein Jahr alte Version 3.6 des Tools zur Systemkonfiguration mit zahlreichen Patches. Da man mit der angestrebten Integration der Desktop- und Touch-Version von Ubuntu auf das neue Ubuntu System Settings umstellen werde, lohne sich eine Portierung der Canonical-Patches auf die aktuelle Version 3.10 des Gnome Control Center nicht.

Da das alte, gepatchte Kontrollzentrum und der alte gnome-settings-daemon aber bei der Installation einer aktuellen Gnome-Version im Weg sind, habe man sich zu dem Fork Unity Control Center entschlossen. So könne das Standard-Ubuntu mit Unity das alte, gepatchte Kontrollzentrum verwenden und Ubuntu Gnome die aktuelle Version, ohne dass sich die beiden Konfigurationswerkzeuge in die Quere kommen. Ancell betont, dass das nur eine Übergangslösung bis zur Vereinigung von Ubuntu und Ubuntu Touch ist und Canonical das Unity Control Center nicht weiterentwickeln wolle.

Einen ähnlichen Weg sind die Linux-Mint-Entwickler im Linux Mint 16 "Petra" gegangen: Durch Forks von zentralen Gnome-Komponenten wie dem Gnome-settings-daemon haben sie den Mint-eigenen Desktop Cinnamon weitgehend unabhängig von Gnome 3 gemacht, um die Integration von Cinnamon in andere Distributionen zu erleichtern. (odi)