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Carl Zeiss bleibt auf Wachstumskurs

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Der Technologiekonzern Carl Zeiss hat das Geschäftsjahr 2006/07, das am 30. September endete, mit einem Umsatz- und Ergebnisplus abgeschlossen. Zeiss könne auf ein "hervorragendes Geschäftsjahr zurückblicken", sagte der Vorstandsvorsitzende der Carl Zeiss AG, Dieter Kurz, bei der Präsentation der vorläufigen Zahlen. Die Erlöse der Gruppe seien im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent auf 2,604 Milliarden Euro gestiegen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich von 313 Millionen Euro um 26 Prozent auf 394 Millionen Euro. Damit setzt Zeiss laut Kurz seine seit vier Jahren anhaltende Erfolgsserie fort.

Der Unternehmensbereich Halbleitertechnik hat bei den Erlösen mit 1,042 Milliarden Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr erstmals die Milliarden-Grenze überschritten. Im Vergleich zum Vorjahr erwirtschaftete der größte Bereich der Zeiss-Gruppe ein Plus von 21 Prozent. Auch die anderen Geschäftsfelder erzielten mit Ausnahme der Mikroskopie höhere Erlöse. Die Mikroskopie sei mit einem Umsatz von 323 Millionen Euro (im Vorjahr waren es 340 Millionen) hinter den Erwartungen zurückgeblieben, sagte Kurz. Als Gründe nannte er Budgetkürzungen der öffentlichen Hand für Forschung sowie Währungseffekte, die zu einem intensiven Wettbewerb insbesondere in den USA und Japan führen. 83 Prozent seines Gesamtumsatzes erzielte Carl Zeiss außerhalb Deutschlands. 2006/07 lagen die Wachstumsregionen in Europa und Asien. Der Markt in den USA stagnierte.

In das laufende Geschäftsjahr sei das Unternehmen mit "Rückenwind" gestartet und setze weiter auf Wachstum, sagte Kurz. Allerdings seien die Rahmenbedingungen wie ein schwacher Dollar und hohe Energiepreise schwieriger geworden. Wesentlicher Hebel, um weiter zu wachsen, sei die hohe Innovationskraft – etwa 60 Prozent seines Umsatzes erzielt Zeiss mit Produkten, die nicht älter als fünf Jahre sind – und eine verstärktes Engagement in Markt- und Kundennähe. Es würden weltweit Mitarbeiter eingestellt, um die Präsenz in Kundennähe zu stärken.

Zum Stichtag 30. September beschäftigte der Technologiekonzern weltweit 12.257 Mitarbeiter – neun Prozent mehr als im Vorjahr. In Deutschland wurden rund 360 neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Beschäftigten der Gruppe werden am Erfolg des Unternehmens beteiligt: Insgesamt schüttete Zeiss 2006/07 rund 17 Millionen Euro als Erfolgsbeteiligung an die Mitarbeiter aus. (dpa) / (jk)