Carrier1 stellt Konkursantrag

Der Telecom-Ausrüster rechnet im Laufe des Verfahrens mit seiner Liquidierung.

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Der Telekom-Ausrüster Carrier1 International hat bei einem Gericht in Luxemburg Antrag auf Einleitung eines Konkursverfahrens gestellt. Es sei zu erwarten, dass das Gericht kurzfristig einen Konkursverwalter bestellen werde, teilte das Unternehmen am Freitag in Luxemburg mit. Ihren Antrag auf Gläubigerschutz hat die im NEMAX 50 gelistete Gesellschaft zurückgezogen. Das Unternehmen rechnet damit, im Laufe des Verfahrens liquidiert zu werden.

Die Deutsche Börse will Carrier1 vorerst nicht vom Neuen Markt ausschließen. Dazu müsse erst das Konkursverfahren eröffnet oder mangels Masse abgewiesen worden seien, sagte ein Sprecher am Freitag. Die Aktien von Carrier1 waren vor der Pflichtmitteilung vom Handel ausgesetzt worden. Nach Handelsaufnahme brachen die Titel ein. Um 16.50 Uhr notierten sie 33,33 Prozent schwächer bei 0,12 Euro.

Anfang Februar scheiterte der Versuch des Unternehmens, durch das Emittieren neuer Aktien den Rückkauf ausstehender Anleihen zu finanzieren, an rechtlichen Schwierigkeiten. Zudem hatten sich die Umsätze für Sprachdienste mehr als erwartet verringert. (dpa) / (anw)