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Celeron mit 1,7 GHz und Pentium-4-Kern

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In Intels Einsteiger-Prozessor Celeron zieht die Technik des Pentium 4 ein: Die neuen Celerons mit 1,7 und 1,8 GHz enthalten eine abgespeckte Version des älteren Willamette-Kerns mit nur halb so viel L2-Cache.

Der Pentium III und die davon abgeleiteten Celeron-Varianten dominieren den Markt der Bürorechner. Als wahrscheinlich letzten Vertreter dieser Baureihe bringt Intel heute den Celeron 1,4 GHz mit Tualatin-Kern heraus.

Den Erfolg im wichtigen Corporate-PC-Segment verdankt Intel auch den zahlreichen Versionen der grafikfähigen Chipsätze i810 und i815 für die Sockel-370-Prozessoren. Sehr bald will Intel auch neue grafikfähige Versionen der i845-Chipsätze herausbringen. Mainboardfirmen wie Epox (EP-4G4A) oder MSI (MS-6534) haben entsprechende Produkte für Pentium-4- und Celeron-Prozessoren im Sockel-478-Gehäuse bereits angekündigt.

Die neuen Celeron-Versionen stellt Intel in 0,18-µm-Technik her; der Willamette-Kern kann aber statt wie beim Pentium 4 auf 256 KByte L2-Cache nur auf 128 KByte des schnellen Pufferspeichers zugreifen. Das bremst die sehr günstig angebotenen Celerons deutlich aus.

Beim BAPCo SYSmark 2001 ist der 1,7-GHz-Celeron nur wenig schneller als sein Vorgänger mit Tualatin-Kern und 1,3 GHz. Lediglich beim 3DMark2001 bringen die NetBurst-Architektur des Pentium 4 und die hohe Taktfrequenz sehr deutliche Vorteile im Vergleich zum 1,3-GHz-Celeron. Bei Quake 3 ist allerdings der Vorgänger schneller.

Die relativ schwache Rechenleistung der neuen Celerons stellt aus Intels Sicht keinen gravierenden Nachteil dar. Diese Prozessoren sind als kostengünstiger Einstieg in die Pentium-4-Technik gedacht. Besonders interessant sind dabei die Funktionen der neuen i845-Chipsatzversionen wie die leistungsfähigere eingebaute Grafik oder der USB-2.0-Controller.

Schon vor zwei Wochen hatte der Versandhändler Alternate Preise der neuen Celerons bekannt gegeben, die Seite dann aber wieder vom Netz genommen. Am Montag gab Intel Preissenkungen der bisherigen Celeron-Modelle bekannt. Die neuen Celerons schließen nahtlos an diese Kampfpreise an: Mit 83 US-Dollar ist der 1,7-GHz-Willamette-Celeron für Großhändler sogar etwas preiswerter als der 1,4-GHz-Tualatin-Typ, der 89 US-Dollar kostet.

Bereits am Montag hatte der MediaMarkt, der wie Saturn zur Metro AG gehört, in Zeitungsbeilagen einen 1,7-GHz-Celeron-PC in der WM-Edition für 999 Euro angeboten.

Detaillierte Informationen zu den neuen Celerons lesen Sie ab Seite 76 in c't 11/2002, die am kommenden Dienstag an den Kiosk kommt. (ciw)