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Chancen und Risiken für Ciscos massiv parallelen Super-Router

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Mit dem Ende Mai vorgestellten, extrem leistungsfähigen Router CRS-1 (für Carrier Routing System) will Cisco seine Stellung im Highend-Bereich festigen. Im Kern ist das System ein massiv paralleler Supercomputer, in dessen Innerem speziell für diesen Zweck entwickelte Chips Dienst tun -- laut Cisco die fortschrittlichsten ihrer Art überhaupt. Technologie-Analysten sind angetan von dem Produkt, sehen es aber nicht als konkurrenzlos, berichtet Technology Review aktuell.

Ein einzelner CRS-1 kann 1,2 Terabit pro Sekunde verarbeiten, 80 von ihnen können zu einem Cluster zusammengeschaltet werden, so dass 92 Terabit pro Sekunde befördert werden. Das wäre genug, betont Cisco, um jedes Haus in den USA mit 850 Kilobit pro Sekunde zu versorgen.

Interessanter allerdings ist die Verlässlichkeit und leichte Handhabung, die der CRS-1 verspricht, meinen Marktbeobachter. Datenströme, die sonst durch Regale voller Hardware laufen, werden durch ein einziges System kanalisiert. Der Grundansatz ist ein "vollständig verteiltes System, das an Grid-Computing erinnert", meint Robert Whiteley, Analyst beim IT-Marktforscher Forrester.

Cisco steckte vier Jahre und 500 Millionen Dollar in die Entwicklung des CRS-1. "Viel wird davon geredet, das Internet so verlässlich wie das Telefonnetz zu machen", kommentiert Whiteley. "Das hier ist eines der ersten Produkte, bei denen dieses Versprechen eingelöst werden könnte." Allerdings steht Cisco damit nicht allein auf dem Markt: "Diese Produkte sind sehr kompliziert. Cisco führt bei einigen der enthaltenen Technologien, aber nicht bei allen", sagt Mark Bieberich, Analyst bei der Yankee Group. So blieben Juniper Networks oder Avici Systems ernst zu nehmende Rivalen.

Den Bericht zur CRS-1 und zur Einschätzung der Chancen von Cisco bringt Technology Review aktuell:

(sma)