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Charta Digitale Bildung: Schüler sollen mündige Kulturtechniker werden

Digitalkompetenzen sind Teil der Allgemeinbildung geworden und Basis für Mündigkeit in der vernetzten Welt, meint die Gesellschaft für Informatik.

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Abbildung aus der "Charta Digitale Bildung".

(Bild: charta-digitale-bildung.de)

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Ein breites Bündnis aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft setzt sich für ein gemeinsames und umfassendes Verständnis von Bildung in der digitalen Welt ein. Die Gesellschaft für Informatik (GI) hat dazu eine "Charta Digitale Bildung" lanciert, die auf den mündigen vernetzten Bürger abzielt. Es gehe nicht um politische Forderungen oder Positionen, sondern um ein gemeinsames, zeitgemäßes Verständnis von Bildung, betonte GI-Geschäftsführer Daniel Krupka zur Präsentation der Initiative am Mittwoch.

"Im Kontext von Digitalisierung, Automatisierung und Vernetzung haben die traditionellen Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben und Rechnen wesentliche Veränderungen erfahren", heißt es in der Erklärung. Darüber hinaus seien digitale Fähigkeiten mittlerweile selbst "zu einem festen Bestandteil der Allgemeinbildung geworden und grundlegende Voraussetzung für Mündigkeit in der digitalen Welt, gesellschaftliche Teilhabe und berufliche Entwicklung".

Um die geforderten Kompetenzen zu entwickeln, müssen laut der Charta alle Schüler bereits in der allgemeinbildenden Schule die Phänomene, Gegenstände und Prozesse der durch Digitalisierung geprägten Welt aus technischer, gesellschaftlich-kultureller und anwendungsbezogener Perspektive "systematisch reflektieren, ergründen und gestalten können". Dazu gehöre ein umfassendes Grundlagenverständnis. Die GI plädiert generell seit Längerem dafür, Informatik sowie den bewussten Umgang mit Computern, Algorithmen und Code frühzeitig in Lehrplänen zu verankern. (anw)