zurück zum Artikel

Chef-Programmierer von Kino.to legt Geständnis ab

Der Chef-Programmierer des illegalen Filmportals Kino.to hat am Freitag im Landgericht Leipzig ein umfangreiches Geständnis abgelegt. Der 29-Jährige aus Hamburg räumte ein, die Website von 2008 an programmiert zu haben. Ihm sei aber nicht klar gewesen, dass er etwas Strafbares tue. "Dass das Portal als solches tatsächlich Gefängnis bedeuten würde, wusste ich nicht", sagte der Mann. Er sitzt seit vergangenem Jahr in U-Haft.

Die Generalstaatsanwaltschaft wirft ihm eine massenhafte Verletzung des Urheberrechts vor. Der Technik-Chef gilt als zweitwichtigster Mann von Kino.to, nach dem ebenfalls inhaftierten Leipziger Gründer.

Einige der Hintermänner des Portals waren im Dezember 2011 zu Haftstrafen verurteilt worden. Ein 33-jähriger Webdesigner wurde rechtskräftig zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt[1]. Der Mann hatte ein Geständnis abgelegt und damit nach Einschätzung des Gerichts entscheidend zur Aufklärung des Falls beigetragen. Ein Administrator muss für drei Jahre und fünf Monate ins Gefängnis[2], ein anderer[3] für drei Jahre. Ein Uploader, der das Portal mit frischer Ware versorgt hatte, kam mit einer Bewährungsstrafe[4] davon. (dpa) / (anw[5])


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-1487317

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/meldung/Bisher-hoechste-Haftstrafe-gegen-Mitarbeiter-von-Kino-to-1400260.html
[2] https://www.heise.de/meldung/Bisher-hoechste-Haftstrafe-gegen-Mitarbeiter-von-Kino-to-1400260.html
[3] https://www.heise.de/meldung/Drei-Jahre-Haft-fuer-Kino-to-Admin-1391878.html
[4] https://www.heise.de/meldung/Weiteres-Urteil-im-Fall-Kino-to-1397205.html
[5] mailto:anw@ct.de