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Chef der EnBW-Tochter Tesion scheidet aus

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Der Chef des Telecom-Unternehmens tesion, Stefan Niedermaier, ist überraschend aus seinem Amt ausgeschieden. Der 39-Jährige Schweizer sei von seiner Funktion als Vorsitzender der Geschäftsführung der tesion GmbH (Stuttgart) auf eigenen Wunsch entbunden worden, teilte der Eigentümer von tesion, der Karlsruher Stromkonzern Energie Baden-Württemberg (EnBW), am Freitag mit. Zu seinem Nachfolger wurde mit sofortiger Wirkung Alfred Kutz berufen, der zuvor das Freiburger Unternehmen MacTel geleitet hatte.

Mitarbeiter von tesion zeigten sich erstaunt über den Schritt, den Branchenkenner als Rauswurf deuten. Niedermaier war es nicht geglückt, tesion aus den roten Zahlen zu führen. Der Umsatz lag 2001 bei 89,5 Millionen Euro. Bis Ende März sollten 100 von 450 Stellen gestrichen werden. Das Unternehmen besitzt ein eigenes, bundesweites Glasfasernetz, konnte aber im Wettbewerb mit der Deutschen Telekom noch keine ausreichenden Erfolge erzielen. Aus Branchenkreisen verlautet, dass die EnBW tesion gern abstoßen würde, aber derzeit keinen Käufer findet. Niedermaier hatte im Februar angekündigt, dass noch bis Ende 2002 ein Interessent gefunden werden solle. (dpa) / (jk)

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