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Chef der US-amerikanischen Telecom-Regulierungsbehörde tritt zurück

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Der Vorsitzende der Federal Communication Commission (FCC) Michael Powell, Sohn des scheidenden US-Außenministers Colin Powell, tritt von seinem Amt zurück. Das berichtet heute das Wall Street Journal. Er hatte die US-amerikanische Telecom-Regulierungsbehörde seit 2001 geleitet, nachdem er 1997 vom damaligen Präsidenten Bill Clinton zu einem der fünf Commissioner der FCC berufen worden war.

Beobachter zählen Michael Powell zu den "besseren Bürokraten" der US-Hauptstadt und bedauern deshalb seinen Rücktritt. Im Jahr 2002 entschied seine Behörde, Kabelmodems als "Informationsdienst" zu deklarieren und damit von der vollständigen Regulierung auszunehmen. Ähnlich ist die FCC vergangenes Jahr beim Thema Voice-over-IP vorgegangen. "Voice-over-IP hat das Potenzial, die Telekommunikation, wie wir sie bisher kennen, grundlegend zu revolutionieren -- und wir müssen dafür sorgen, dass diese Innovation nicht durch kurzsichtige Bürokraten oder wirtschaftliche Interessen von Unternehmen behindert wird", hatte Powell im Oktober auf der Fall 2004 VON Conference & Expo in Boston gesagt.

Kritik erntete die FCC hingegen im Sommer 2003, als sie die Regeln zur Verhinderung von Medienkonzentrationen lockerte. Ein Nachfolger für Michael Powell steht noch nicht fest und damit ebenso nicht, wie mit der Überarbeitung des geltenden US-Telekommunikationsgesetzes verfahren wird, die Powell beispielsweise im August 2004 gefordert hatte. Dieses stammt aus dem Jahre 1996, also noch weit vor Aufstieg und Fall der New Economy. Damals gab es kaum Breitband und keine weit verbreitetes WLANs oder VoIP.

Siehe dazu in Telepolis: (anw)

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