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Chef von Texas Instruments tritt nach Fehlverhalten zurück

Innerhalb weniger Wochen geht der dritte Chef einer US-Chipfirma - und zwar nicht wegen geschäftlicher Probleme, sondern persönlichen Fehlverhaltens.

Chef von Texas Instruments tritt nach Fehlverhalten zurück

Der neue Chef des Chipkonzerns Texas Instruments hat seinen Posten nach nur eineinhalb Monaten wieder räumen müssen. Brian Crutcher sei zurückgetreten, weil er gegen interne Verhaltensregeln verstoßen habe, teilte TI nach US-Börsenschluss am Dienstag mit. Es gehe um sein persönliches Verhalten, das unethisch gewesen sei, aber nichts mit Finanzen oder dem operativen Geschäft zu tun habe, hieß es.

Crutcher, der seit mehr als 20 Jahren bei TI gearbeitet hatte, war erst am 1. Juni zum Firmenchef aufgestiegen. Nun kehrt sein Vorgänger Rich Templeton dauerhaft an die Spitze zurück. Er hatte zuvor Texas Instruments 14 Jahre lang geführt und noch den Vorsitz im Verwaltungsrat behalten. Es werde nicht nach einem neuen Chef gesucht, betonte Texas Instruments.

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Nähere Details zu Crutchers Fehlverhalten wurden nicht bekannt. Erst vor wenigen Wochen war beim Chipgiganten Intel der langjährige Chef Brian Krzanich wegen einer Jahre zurückliegenden Affäre mit einer Mitarbeiterin zurückgetreten. Für Intel-Manager gelten sehr strenge Regeln bezüglich privater Beziehungen innerhalb des Unternehmens.

Und Ende Juni verlor beim Chipspezialisten Rambus Firmenchef Ron Black seinen Job – weil sein Verhalten nicht den Standards des Unternehmens genügt habe, hieß es ohne weitere Einzelheiten.

TI ist führender Hersteller bei ICs für Alltagsgeräte, Medizintechnik, Industrieanlagen und Autos, stellt aber auch immer noch Taschenrechner her. Zusammen mit dem Chefwechsel gab Texas Instruments auch bekannt, dass der Umsatz im zweiten Quartal im Jahresvergleich um neun Prozent auf 4,02 Milliarden Dollar zugelegt habe. Ausführliche Zahlen soll es kommende Woche geben. (dpa) / (jk)

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