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Chelsea Manning beginnt Hungerstreik

Die Whistleblowerin Chelsea Manning kämpft für eine bessere medizinische Behandlung und Anerkennung ihrer Identität als Frau durch die US-Armee.

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Chelsea Manning sitzt im US-Militärgefängnis in Fort Leavenworth.

(Bild: US Army)

Die Wikileaks-Informantin Chelsea Manning ist in den Hungerstreik getreten, um bessere Haftbedingungen zu erzwingen. Sie kämpfe für Zusagen der US-Armee, dass ihre Geschlechteridentitätsstörung ("gender dysphoria") gemäß medizinischen Empfehlungen behandelt werde und sie ihre Haare nicht kurz schneiden müsse, ließ sie über eine Sprecherin erklären. Ihre Unterstützer haben eine Online-Petition gestartet, die sich an die Armee richtet.

Im Juli hatte Manning einen Selbstmordversuch unternommen. Danach haben sich ihren Unterstützern zufolge die Haftbedingungen nochmals erschwert. Sie sitzt eine 35-jährige Haftstrafe wegen Spionage und Verrats ab.

Sie war als Soldat Bradley Manning im Irak und hatte der Enthüllungsplattform Wikileaks Hunderttausende Militärdokumente zugespielt. Nach ihrer Verurteilung hatte sie ihren Namen geändert und angekündigt, als Frau leben zu wollen. (cwo)