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Cheops: ESA-Satellit soll Exoplaneten untersuchen

Geplantes Aussehen von Cheops

(Bild: University of Bern)

Die ESA will eine Reihe bereits nachgewiesener Planeten außerhalb unseres Sonnensystems mit einem neuen Satelliten genauer untersuchen. Das kündigte die Europäische Weltraumagentur an. Das Cheops (CHaracterising ExOPlanets Satellite) genannte Projekt habe sich gegen 25 Vorschläge für eine kleine Mission durchgesetzt und solle 2017 starten. Der Satellit soll dann nahe Sterne beobachten, von denen bereits bekannt ist, dass sie von mindestens einem Planeten umkreist werden.

Cheops wird für die Beobachtung von Planetentransits entwickelt, das heißt, er wird die Helligkeit eines Sterns beobachten. Fällt diese regelmäßig für einen Moment ab, ist das ein Hinweis auf einen Exoplaneten, genau zwischen dem Stern und dem ESA-Satelliten. Mit dieser Methode suchen und finden Wissenschaftler bereits mittels des NASA-Satelliten Kepler Exoplaneten. Cheops dagegen soll sich direkt auf Sternsysteme konzentrieren, von denen bereits bekannt ist, dass sie über Planeten verfügen.

Helligkeitsabfall eines Sterns während eines Planetentransits

(Bild: CNES)

Mit den von Cheops ermittelten Daten könne der Radius von Exoplaneten ermittelt werden, erläutert die ESA. Von Exoplaneten, die durch die Messung der Radialgeschwindigkeit ihres Sterns entdeckt wurden und deren Masse dadurch bekannt ist, könne außerdem die Dichte berechnet werden. Dann könnten Wissenschaftler viel mehr über die Entstehung dieser Planeten erfahren. Cheops soll sich dabei auf sogenannte Supererden konzentrieren, Planeten mit mehrfacher Masse der Erde, mit der Masse des Neptun als Obergrenze.

Wie die ESA gleichzeitig ausführte, könnte Cheops Ausgangspunkt einer neuen Entwicklung hin zu kleineren Missionen sein, die schneller zu realisieren sind. Sie würden es erlauben, viel flexibler auf Anregungen aus der Wissenschaft zu reagieren. Cheops selbst wird in Zusammenarbeit mit der Schweiz entwickelt. Der Satellit soll in einer Höhe von 800 Kilometern ausgesetzt werden und dreieinhalb Jahre lang arbeiten. Teile seiner Beobachtungszeit sollen auch anderen Wissenschaftlern offen stehen. (mho)

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