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China erhöht Druck in Wettbewerbsermittlungen gegen Microsoft

"Microsoft hat Informationen zur Verknüpfung von Windows und Office nicht vollständig bekanntgegeben", sagte der Chef der staatlichen Verwaltung für Handel und Industrie.

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Chinas Kartellwächter verstärken den Druck auf Microsoft und werfen dem Software-Riesen Verschleierung vor. "Microsoft hat Informationen zur Verknüpfung von Windows und Office nicht vollständig bekanntgegeben", sagte der Chef der staatlichen Verwaltung für Handel und Industrie, Zhang Mao, auf einer Pressekonferenz am Dienstag in Peking. Bei den Untersuchungen gehe es um die Koppelung des Betriebssystems an Produkte zum Abspielen von Musik und Filmen sowie den Internet Explorer. Weil Microsoft sein Windows im Paket mit Internet Explorer und dem Media Player angeboten hatte, hatten vor Jahren bereits europäische und amerikanische Wettbewerbshüter ermittelt.

Windows und das Office-Paket sind auch in China sehr populär. Allerdings macht der Software-Konzern in China kaum Umsatz, weil die meisten Programme ohne Lizenzen installiert werden. Versuche der chinesischen Regierung, ein alternatives Betriebssystem auf der Basis von Linux zu etablieren, waren in der Vergangenheit von den Anwendern weitgehend ignoriert worden. Im Mai wurde bekannt, dass die chinesische Regierung Windows 8 auf Behördencomputern verbietet.

In den vergangenen Monaten mussten sich neben Microsoft auch Apple und andere US-Konzerne mit Vorwürfen von offiziellen Stellen in China auseinandersetzen. Die chinesischen Wettbewerbshüter haben im Juli dieses Jahres Ermittlungen gegen Microsoft aufgenommen. Dabei statteten Behördenvertreter Niederlassungen des Konzerns in China einen Besuch ab. (mit Material der dpa) / (anw)