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China führt SMS-Überwachung ein

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Die chinesischen Behörden wollen mit neuer Technik im Mobilfunknetz Jagd auf Textnachrichten mit pornografischem, obszönem oder betrügerischem Inhalt machen, berichtet die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Die in Paris ansässige Organisation "Reporter ohne Grenzen" befürchtet allerdings, dass auch nach politisch abweichenden Meinungen gefahndet wird.

Ein neu entwickeltes Echtzeit-Überwachungssystem sucht in den Textnachrichten nach Begriffen oder Redewendungen, die auf einem nicht näher spezifiziertem Index stehen. Das System speichert die beanstandeten Nachrichten und kann automatisch die Polizei informieren. Die neue Überwachung gesellt sich zu den Überprüfungen von Nachrichten in E-Mails und in Chat-Räumen sowie der Zugriffskontrolle auf ausländische Websites. Im vergangenen Jahr haben die 260 Millionen Mobilfunk-Teilnehmer in China nach offiziellen Angaben insgesamt 220 Milliarden SMS verschickt.

Siehe dazu auch: (mw)