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China verteidigt Exportbeschränkungen für Seltene Erden

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Seltene Erden sind aus heutiger Sicht zur Fertigung von Mikrochips, Flachbildschirmen oder Festplatten unverzichtbar, doch der Quasi-Monopolist China will von dem Rohstoff nicht mehr so viel liefern wie früher. Große Industrienationen in Europa, die USA oder Japan drängen deshalb darauf, dass das Land endlich wieder mehr exportiert, doch die Regierung wehrt sich einmal mehr dagegen.

Mitte dieser Woche hat sie nun einen Lagebericht als White Paper veröffentlicht, der die Exportbeschränkungen und die damit verbundenen Preissteigerungen erneut mit dem Verweis auf schwindende Ressourcen und den Umweltschutz verteidigt. Zudem habe man zwischenzeitlich Maßnahmen ergriffen, um den illegalen Abbau einzudämmen.

Die aktuell für den Export geltenden Grenzwerte sollen im Einklang mit den Vereinbarungen des Landes mit der Welthandelsorganisation (WTO) stehen. Die USA, Europa und Japan hatten im März bei der WTO Beschwerde gegen die Exportbeschränkungen eingelegt.

Rohstoffexperten gehen davon aus, dass China nicht allein für den Preisanstieg verantwortlich gemacht werden kann, sondern auch die immer weiter steigende Nachfrage daran beteiligt sei. Andere werfen der chinesischen Regierung wiederum Preistreiberei vor.

Trotz neuer und wiederentdeckter Schürftstätten stellt China immer noch fast 90 Prozent der Weltproduktion. Die USA wollen dieses Jahr die Mountain-Pass-Mine in Kalifornien wieder für den Abbau öffnen, um künftig unabhängiger zu sein. 2002 wurde die Mine geschlossen, weil sie wegen niedriger Rohstoffpreise nicht mehr profitabel arbeitete. Auch Umweltschutzgründe spielten damals eine Rolle.

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(boi)