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Chinas Regierung erhebt Dumping-Vorwurf gegen Corning

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Der US-Glasfaserkabelhersteller Corning ist ins Visier der Regierung der Volksrepublik China geraten. Das Unternehme habe Preisdumping betrieben, so der Vorwurf. In einer Mitteilung von Corning heißt es dazu, dass die Regierung dabei aus den USA nach China importierte Glasfaser-Produkte unter die Lupe genommen habe. Bereits im Sommer 2003 sei die Untersuchung gestartet worden, die auf acht weitere Unternehmen aus Südkorea und Japan ausgedehnt worden sei. "Corning ist der Überzeugung, dass es kein Preisdumping beim Export von Glasfaserkabeln nach China begangen hat", weist Corning-Vizepräsident Robert B. Brown die Vorwürfe zurück.

In einer vorläufigen Verfügung zwingt die chinesische Regierung das US-Unternehmen fortan, einen Aufschlag von 16 Prozent auf seinen Kaufpreis zu berechnen. Corning macht nach eigenen Angaben rund sechs Prozent seiner weltweiten Umsätze mit Glasfaser-Produkten in China. Der potenzielle Verlust aufgrund der chinesischen Entscheidung soll sich aber im zweiten Halbjahr 2004 auf nicht mehr als 0,01 US-Dollar pro Aktie belaufen. (tol)