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Chinesische Hacker gelangen an hochsensible Daten der US-Marine

Hacker der chinesischen Regierung haben hochsensible Daten der US-Marine erlangt, darunter geheime Pläne einer künftigen Schiffsabwehr-Rakete für U-Boote.

Hacker

(Bild: dpa, Karl-Josef Hildenbrand/Symbol)

Große Mengen sensibler Daten der US-Marine haben Hacker der chinesischen Regierung von Computern eines nicht genannten Zulieferers gestohlen, darunter auch Pläne einer Überschall-Rakete, die ab 2020 zur Schiffsabwehr in U-Booten eingesetzt werden soll. Insgesamt soll es sich um 614 GByte Daten über U-Boot- und Geheiminformationen handeln, berichtet die Washington Post.

Bereits im Januar und Februar wurden Information von einem Projekt mit Namen "Seadragon" gestohlen, das 2012 gegründet wurde, um bestehende US-Militär-Technologie an neue Anforderungen anzupassen. Darunter befanden sich Details zu Signal- und Sensordaten, Funk-Verschlüsselungsinformationen und der Forschung und Entwicklung von U-Booten und Waffensystemen. Das kompromittierte Unternehmen, das für das Naval Undersea Warfare Center arbeitet, wird wegen andauernder Untersuchungen nicht genannt.

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Laut dem Bericht der Washington Post waren die als hochsensible Daten eingestuften Informationen bei dem Unternehmen in einem nicht speziell abgeschotteten Netzwerk entwendet worden. Die US-Marine wird bei Ihren Ermittlungen vom FBI unterstützt, das eine Stellungnahme zu dem Vorfall jedoch ablehnt. Verteidigungsminister Jim Mattis bat das Pentagon um eine Überprüfung der Systemsicherheit der Vertragsfirma.

Ermittler sagen, dass der Hack vom chinesischen Ministerium für Staatssicherheit (MSS) durchgeführt wurde, einer nachrichtendienstlichen Organisation für Spionageabwehr, ausländische Geheimdienste und innenpolitische Sicherheit. Die Hacker operierten aus einer MSS-Abteilung in der Provinz Guangdong, die eine große ausländische Hacking-Abteilung beherbergt. (bme)

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