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Chinesische Telefonzellen sollen WiFi-Hotspots werden

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Einem Bericht von thenextweb.com zufolge plant die chinesische Regierung, die immer weniger frequentierten Telefonzellen im Land zu WiFi-Hotspots aufzurüsten. Einige Zellen in der Stadt Guangzhou etwa hätten inzwischen weniger als einen Benutzer pro Tag. Noch sind die 3G-Netze in China weit von einem flächendeckenden Ausbau entfernt, die vorhandenen Versorgungs- und Kapazitätslücken soll nun WiFi stopfen.

Der Umbau weckt auch Befürchtungen. Im Finanzdistrikt von Hongkong beispielsweise erfreuen sich die Telefonzellen weiterhin großer Beliebtheit. Die Telefonzellen werden deshalb nicht durch WiFi-Hotspots ersetzt sondern nur mit der Drahtlos-Technik ergänzt. Gespräche in den umgerüsteten Telefonzellen sind weiterhin möglich, wenn auch künftig nicht mehr über herkömmliche Telefonie sondern per VoIP.

Die chinesische Telecom habe bereits damit begonnen, mehrere Zehntausend öffentliche WLAN-Zugänge (Hotspots) in der Region Guandong aufzusetzen, China Mobile werbe mit der "drahtlosen Stadt" und China Unicom gebe immer mehr Geld für WiFi-Infrastruktur aus, heißt es in dem Bericht. Das 3G-Handynetz in China sei umkämpft, die Kapazität noch längst nicht ausreichend. Nun verlagere sich der Kriegsschauplatz von der Vorherrschaft im 3G-Markt auf den WiFi-Markt. (jes)