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Chinesischer Netzausrüster wehrt sich gegen Spionage-Vorwürfe

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Guo Ping, einer der drei Huawei-Chefs, kann die Vorwürfe des US-Kongresses nicht nachvollziehen.

(Bild: Huawei)

Der chinesische Netzausrüster und Handy-Hersteller Huawei wehrt sich gegen Vorwürfe der Spionage mit Hilfe seiner Technik. Der US-Kongress hatte vor dem Einsatz von Huawei-Produkten gewarnt, weil das Unternehmen mit den chinesischen Geheimdiensten verbandelt sei. "Ich kann nicht nachvollziehen, wie es zu dieser Behauptung kommt", sagte Guo Ping, einer der drei Vorstandschefs des Konzerns, der Welt am Sonntag. Er habe den Bericht des Kongresses gelesen, allerdings habe er darin keine wirklich konkreten Vorhaltungen entdecken können. "Wenn uns echte Probleme aufgezeigt werden, sind wir natürlich bereit, bei der Hard- und Software entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um genau diese Zweifel auszuräumen."

Huawei ist inzwischen zum drittgrößten Smartphone-Hersteller der Welt nach Samsung und Apple aufgestiegen. Bei der Netzausrüstung ist das Unternehmen die Nummer zwei hinter Ericsson.

Huawei will vorerst darauf verzichten, gewichtigere Konkurrenten zu übernehmen. "Wir haben uns größere Übernahmen noch nicht vorgenommen, weil wir meinen, dass unsere Integrationsfähigkeiten dafür noch nicht ausreichen", sagte Guo. Er widersprach der Darstellung der Europäischen Kommission, dass Huawei sich mit Niedrigpreisen Marktanteile erkaufe. "Wir machen kein Preisdumping", sagte der Manager der Zeitung. "Wir sind ein innovatives Unternehmen mit tausenden Patenten und haben im letzten Jahr allein 4,8 Milliarden Dollar für Forschung und Entwicklung ausgegeben." (jkj)