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Chip-Experten bestätigen Intels Versprechungen für 10-nm-Prozessoren

Intels erster 10-nm-Chip Core i3-8121U erreicht die 2,7-fache Transistor-Packungsdichte der 14-nm-Chips und hält mit 7-nm-Technik der Konkurrenten mit.

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Intel Core i3-8121U aus der 10-nm-Produktion

Intel Core i3-8121U aus der 10-nm-Produktion

(Bild: TechInsights)

Die Chip-Experten der kanadischen Firma TechInsights haben sich das Lenovo-Notebook IdeaPad 330 beschafft, dessen Intel Core i3-8121U ausgelötet und aufgeschliffen. Dieser erste ausgelieferte Prozessor aus Intels 10-Nanometer-Fertigung bestätigt laut TechInsights im Wesentlichen, was Intel seit Jahren verspricht: Die eigene 10-nm-Technik liefert kleinere Transistoren als die 10-nm-Verfahren von Konkurrenten wie Samsung. TechInsights ist sogar der Meinung, dass Intels 10-nm-Technik mit kommenden 7-nm-Verfahren mithalten wird.

Nach Messungen von TechInsights beträgt die Packungsdichte von Intels 10-nm-Technik bis zu 100,8 Millionen Logik-Transistoren pro Quadratmillimeter.

Intel hat mit der 10-nm-Technik bisher große Probleme. Kürzlich hatte der mittlerweile zurückgetretene Intel-CEO Brian Kraznich einige dieser Schwierigkeiten erklärt und versprochen, dass sein Unternehmen sie lösen könne, um 2019 dann tatsächlich in die Massenproduktion zu gehen. Eines der Probleme sei, dass man sich eine besonders hohe Steigerung der Transistor-Packungsdichte vorgenommen habe, nämlich um den Faktor 2,7 im Vergleich zur hauseigenen 14-nm-Technik. TechInsights bestätigt diesen Schritt.

Außerdem verwendet Intel nun in Teilbereichen Kobalt zur Metallisierung sowie Ruthenium im sogenannten Back-End-of-Line-(BEOL-)Prozess.

Auszüge aus den Ergebnissen der Untersuchungen von TechInsights stehen zum Download bereit. Der vollständige Bericht ist allerdings kostenpflichtig. (ciw)

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